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Stelle für Jüngere ist nicht gleich Diskriminierung

Lübeck/Berlin (dpa/tmn) Wird einer älteren Angestellten gekündigt und ihre Stelle mit einer Jüngeren besetzt, ist das noch kein Indiz für Altersdiskriminierung. So urteilte das Arbeitsgericht Lübeck, wie die Deutsche Anwaltauskunft in Berlin mitteilt.

In dem Fall (Aktenzeichen: 6 Ca 642/07) war einer 57-jährigen Bürokraft gekündigt worden. Etwa ein Jahr zuvor hatte ein neuer Arbeitgeber den Betrieb übernommen. Da insgesamt nur fünf Mitarbeiter in dem Betrieb arbeiteten, konnte die Angestellte die Regelungen des Kündigungsschutzgesetzes nicht in Anspruch nehmen.

Der Arbeitgeber stellte anschließend eine 50-jährige Ersatzkraft ein. Die gekündigte Arbeitnehmerin klagte und argumentierte, sie sei wegen ihres Alters gekündigt worden. Die Richter sahen das anders. Die Einstellung einer jüngeren Arbeitskraft genüge nicht als Beleg für eine altersbedingte Benachteiligung. Nach der Entlassung eines Arbeitnehmers sei es nahezu ausgeschlossen, die Stelle mit einer gleichaltrigen Person neu zu besetzen. Außerdem habe die Klägerin nicht plausibel machen können, dass ihr Arbeitgeber in diskriminierender Absicht gehandelt habe.

Informationen: Deutsche Anwaltauskunft; Telefon: 01805/18 18 05 für 14 Cent pro Minute.

Deutscher Anwaltsverein: www.anwaltauskunft.de

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