Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige
Anzeige

Steuer auf zuckerhaltige Getränke in Großbritannien in Kraft

London. Fans von süßen Softdrinks drohen in Großbritannien höhere Preise. Seit heute wird dort eine Steuer auf Getränke mit zugesetztem Zucker erhoben.

Steuer auf zuckerhaltige Getränke in Großbritannien in Kraft

Erhoben wird die Steuer nur auf Getränke, denen Zucker zugesetzt wird, und nicht etwa auf Fruchtsäfte oder zuckerfreie Limonaden. Foto: Monika Skolimowska

So will die Regierung gegen Übergewicht bei Kindern vorgehen, denn diese nehmen rund ein Fünftel ihres Zuckers allein durch Cola und Limonade zu sich. Das eingenommene Geld soll dem Schulsport zu Gute kommen. Belastet werden zunächst die Hersteller. Ab fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter müssen sie eine Sonderabgabe von 18 Pence (gut 20 Cent) zahlen, bei mehr als acht Gramm Zucker im Getränk werden 24 Pence fällig.

Erhoben wird die Steuer nur auf Getränke, denen Zucker zugesetzt wird, und nicht etwa auf Fruchtsäfte oder zuckerfreie Limonaden. Die Regierung rechnet im ersten Jahr mit Einnahmen von umgerechnet rund 275 Millionen Euro. Ähnliche Steuern gibt es auch in den skandinavischen Ländern, in Frankreich, Ungarn und Mexiko.

Auch in Deutschland fordern Verbraucherorganisationen wie Foodwatch eine Abgabe für überzuckerte Getränke. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) warnte zuletzt allerdings vor einfach klingenden Lösungen. „Es mag zwar sein, dass der Zuckergehalt in manchen Produkten sinkt. Das gilt aber nicht automatisch für den Gesamtkaloriengehalt“, sagte sie. Sie wolle eine „Gesamtstrategie“ zum Reduzieren von Fett, Zucker und Salz angehen.

Immer mehr Supermärkte haben bereits angekündigt, die Rezepturen ihrer Eigenmarken freiwillig zu ändern. Auch Coca-Cola will den Zuckergehalt seiner Limonaden in Europa bis 2020 durchschnittlich um 10 Prozent verringern. In Großbritannien sind Fanta und Sprite bereits weniger süß.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Paracelsus-Kliniken: Gläubiger machen Weg für Übernahme frei

Osnabrück/Luzern. Der Weg für die Übernahme der insolventen Klinikgruppe Paracelsus durch einen Schweizer Investor ist frei. Die Gläubigerversammlung des Konzerns stimmte dem Insolvenzplan einschließlich des Verkaufs an die Beteiligungsgesellschaft Porterhouse Group AG zu, wie Paracelsus mitteilte.mehr...

Wirtschaft

Piloten: Regierung vernachlässigt Luftverkehr sträflich

Frankfurt/Main. Einmal im Jahr treffen sich die deutschen Verkehrspiloten, um ihre Probleme zu besprechen. Neben aller Kritik an der Luftverkehrspolitik geht es auch um persönliche Risiken.mehr...

Wirtschaft

Ölpreise halten sich bei Höchstständen

Singapur/Frankfurt. Die Ölpreise haben sich in der Nähe der am Vortag erreichten mehrjährigen Höchststände gehalten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete am Morgen 79,53 US-Dollar.mehr...

Wirtschaft

Easyjet startet in Berlin-Tegel mit hohen Anlaufverlusten

Luton/Berlin. Nach der Pleite von Air Berlin ist die britische Easyjet groß am Flughafen Tegel eingestiegen. Das angepeilte Wachstum auf 18 Millionen Passagiere in Deutschland hat seinen Preis.mehr...

Wirtschaft

Vodafone greift die Telekom auf dem Kabelfernsehmarkt an

London/Düsseldorf. Nun ist es offiziell: Vodafone will wesentliche Teile des Konkurrenten Liberty Global kaufen - und würde damit den Kabelfernsehmarkt in Deutschland kontrollieren. Die Konkurrenz wettert gegen den Deal.mehr...