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Stiftung hält ihr Versprechen über 14,3 Millionen Euro

Musikzentrum

Die noch fehlenden 2,5 Millionen Euro an Spenden für das Musikzentrum sind da. Die Stiftungsgründer und 15 weitere Bochumer stehen als Bürgen für die Summe ein. Damit hält die Stiftung ihr Versprechen gegenüber dem Rat ein.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 11.06.2012

"Die Bedingungen, die uns der Rat im vergangenen Jahr diktiert hat, sind damit erfüllt – rechtssicher erfüllt“, betont Britta Freis, Geschäftsführerin der Stiftung. „Jetzt müssen die anderen nachziehen.“ Die Anderen, das ist in erster Linie das Land. Heute findet eine weitere Gesprächsrunde in Düsseldorf statt. Kulturdezernat, Baudezernat, die Rechtsdezernentin und die Stiftung, sie sind alle dabei, um die vom Land versprochenen Gelder nun auch per Unterschrift einzutreiben, damit der Rat Ende des Monats den Bau absegnen kann. Zudem braucht die Stadt noch eine Haushaltsgenehmigung, um die Eigenmittel in Höhe von 2,4 Millionen Euro ausgeben zu können.

Doch das sind nicht mehr die Baustellen der Stiftung. Sie hat geliefert. 14,3 Millionen. Der Löwenanteil kommt von Norman Faber, Stadtwerke und Sparkasse geben zwei Millionen, Grönemeyers Konzert brachte unterm Strich etwa 650.000 Euro. Hinzu kommen die vielen Einzelspender. 24.000 an der Zahl. Die Masse macht es – insgesamt summieren sich diese Einzelspenden auf mehr als 2,5 Millionen Euro. Weitere 1,6 Millionen Euro seien großteils notariell zugesagt, so Freis. Spender, die ihre Unterstützung in Raten zahlen. „Und selbst im schwierigen, vergangenen Jahr haben wir 700.000 Euro eingetrieben“, sagt Freis. „Das Musikzentrum ist keine Aktion von fünf Stiftern, die etwas durchdrücken wollen.“ Es sei in Bochum verankert. Wenn die Bagger erstmal rollen, fließen auch die Spenden, sagt Freis.Davon sind auch die Gründer der Stiftung überzeugt: GLS-Bank-Chef Thomas Jorberg, Norman Faber, Herwig Niggemann und der Freundeskreis der Bochumer Symphoniker. Sie und 15 weitere Bürger übernehmen nun die Bürgschaft der noch fehlenden 2,5 Millionen Euro. „Die Frage ist doch: Trauen wir den Bürgern zu, dass der Restbetrag im Laufe der nächsten Jahre sichergestellt werden kann“, sagt Thomas Jorberg. Seine Antwort: Ja. „Es wird noch viel zu wenig gewürdigt, wie groß das bürgerliche Engagement für dieses Projekt ist“, ergänzt er.

Gestern Abend hat die Stiftung ihren Anteil in Form einer Guthabenbestätigung und einer Garantie gegenüber der Stadt schriftlich nachgewiesen. Mit dem Bau des Musikzentrums soll im April 2013 begonnen werden. Ein Jahr später soll der Rohbau stehen. Ende April 2015 –  so der Plan – soll das Gebäude fertig sein.