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Streik bei Kronenbrot im Tarif-Streit

WITTEN „90 Prozent der Schicht war draußen“, bilanzierte Yvonne Sachtje von der Gewerkschaft NGG gestern zufrieden zum nächtlichen Warnstreik bei Kronenbrot.

18.10.2007

75 Mitarbeiter der Produktionsstätte an der Friedrich-Ebert-Straße legten ab 3.30 Uhr für zwei Stunde ihre Arbeit nieder. „Es sind keine Waren vom Hof gefahren“, bekräftigt die Gewerkschafterin. Das betraf in erster Linie das am Standort Witten produzierte American Sandwich Toastbrot, das entsprechend verspätet ausgeliefert werden konnte. Kronenbrot-Geschäftsführer Lothar Mainz spricht von einer Blockade, die von der Polizei gegen 5 Uhr aufgelöst worden sei.

"Illegaler Streik"?

Die Kronenbrot-Geschäftsführung spricht in einem Flugblatt, das vor dem Warnstreik an die Belegschaft verteilt wurde, von einem „illegalen Streik“. NGG unterliege derzeit der „Friedenspflicht“.

Sachtje wertet das als „gescheiterten Einschüchterungsversuch.“ Der Warnstreik sei rechtlich völlig legal gewesen, weil der Entgelt-Tarifvertrag ordnungsgemäß gekündigt worden sei. In diesem Stadium bestehe keine Friedenspflicht. Das sieht Kronenbrot-Geschäftsführer Lothar Mainz allerdings anders.

Am Montag stehen wieder Verhandlungen an. Kronenbrot möchte bei der Einstellung neuer Mitarbeiter künftig den günstigeren Tarifvertrag für das Bäckerhandwerk zu Grunde legen. Bislang gelten die Bedingungen der industriellen Fertigung von Backwaren.