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Streit um Mondrian - Krefeld will Bilder bald zeigen

Krefeld. Die Nachfahren des Erben in den USA melden Ansprüche auf Bilder des niederländischen Malers Piet Mondrian (1872 -1944) an. Entscheidend ist dabei die Frage, wann die Werke ins Kaiser-Wilhelm-Museum in Krefeld kamen.

Streit um Mondrian - Krefeld will Bilder bald zeigen

Vier Bilder des Malers Piet Mondrian im Kaiser-Wilhelm-Museum. Foto: Volker Döhne

Der Streit um Bilder des niederländischen Malers Piet Mondrian (1872 -1944) in Krefeld hat die Neugier der Öffentlichkeit geweckt. Wegen mehrerer Nachfragen würden die vier Bilder demnächst gezeigt, sagte ein Sprecher der Stadt am Freitag.

Derzeit befinden sich die abstrakten Gemälde im Depot. Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass die Nachfahren des Mondrian-Erben die Rückgabe verlangen. Wann genau die Bilder im Kaiser-Wilhelm-Museum gezeigt werden, steht noch nicht fest. Sie sollen im Rahmen einer ohnehin geplanten Sammlungspräsentation zu sehen sein. Die „Westdeutsche Zeitung“ berichtete.

Die Herkunft der Arbeiten ist unklar. Die ursprünglich acht Mondrian-Bilder waren 1950 im Kaiser-Wilhelm-Museum aufgefunden und inventarisiert worden; vier wurden gegen andere Arbeiten getauscht. Vermutet wird, dass sie schon 1929 ins Museum gekommen sind und dort die Nazi-Zeit überstanden haben. Die Arbeiten wurden mehrfach, auch international, ausgestellt.

Die Stadt hat die Forderung der in den Vereinigten Staaten lebenden Nachfahren des Erben zurückgewiesen. Mondrian habe die Arbeiten wohl bewusst dem Museum überlassen. Der Erbe Harry Holtzman habe bis zu seinem Tod 1987 keine Ansprüche erhoben, obwohl der Verbleib in Krefeld bekannt gewesen sei.

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