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Streit um Windräder: Wünnenberg scheitert vor OVG Münster

Kommunen dürfen Teile ihres Gemeindegebiets nur mit einer ausreichenden Begründung für den Bau von Windrädern sperren. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat deshalb am Dienstag einen Flächennutzungsplan der Stadt Wünnenberg wegen „durchgreifender Mängel“ für ungültig erklärt (Az.: 2 D 95/15.NE).

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Münster

, 06.03.2018
Streit um Windräder: Wünnenberg scheitert vor OVG Münster

Das Gebäude des nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgerichts in Münster. Foto: Bernd Thissen/Archiv

Die Stadt im Kreis Padeborn hatte Bereiche wie Waldgebiete für Windräder bewusst ausgeschlossen. „Hier fehlte aber die Begründung“, kritisierte der 2. Senat des OVG, der keine Revision zuließ. Dagegen kann die Stadt Nichtzulassungsbeschwerde einlegen. Geklagt hatten zwei Anbieter von Windenergie-Anlagen und ein Landbesitzer, der seine Fläche für die Windkraft verpachten wollte.

Der Bau von Windparks beschäftigt zunehmend die Gerichte. 2017 gab es am OVG einen Rekordstand bei Verfahren um die Genehmigung von Windkraftanlagen. Ihre Zahl stieg um knapp 70 Prozent auf 73. Meistens klagen Anwohner gegen Lärm- und Schlagschatten-Belastung durch die Anlagen oder weil die Windräder zu nah an der Wohnbebauung stehen.

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