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Streit um Zirkus-Raubtiere

Streit um Zirkus-Raubtiere

Robano Kübler ist Raubtierlehrer. Er kümmert sich um die Tiger im Moskauer Circus, der ab Donnerstag in der Stadt zu Vorstellungen ins große Zirkuszelt einlädt.moskauer circus

Castrop-Rauxel. Zu einem richtigen Zirkus gehören ein Zelt, Wohnwagen, Clowns, Akrobaten und Tiere. Das war früher so, ist meistens heute auch noch so. Beim Moskauer Circus, der jetzt am Europlatz seine Zelte aufbaut und ab Donnerstag neun Vorstellungen gibt, gehören fünf Tiger, drei weiße und zwei „normale“ bengalische, dazu. Das verärgert einige Leute, die sagen, dass solche Raubtiere nicht in Zirkusse und damit kleine Gehege gesperrt gehören.

Vor drei Jahren haben die Politiker in Castrop-Rauxel schon gemeinsam entschieden, dass Zirkusse mit Raubtieren nicht mehr ihre Zelte auf dem Europaplatz aufschlagen dürfen. Damals stimmten alle Politiker, die anwesend waren, dafür. Vor ungefähr einem Jahr haben die Organisatoren vom Zirkus bei der Forum GmbH, die den Europaplatz vermietet, angefragt, ob sie jetzt übers Pfingstwochenende die Wiese mieten könnten. Die zuständigen Mitarbeiter hatten damals nichts einzuwenden und fragten wohl auch nicht richtig nach, ob Wildtiere dabei waren. Wie die Stadtverwaltung erklärte, sei man einfach davon ausgegangen, dass nur Akrobaten und Clowns kämen – das wäre in den Vorjahren bei diesem Zirkus auch so gewesen.

Jetzt wollen einige Castrop-Rauxeler übers Pfingstwochenende, vielleicht auch schon am Donnerstag bei der ersten Vorstellung gegen die Tierhaltung protestieren. In diesen Tagen wird auch ein Tierexperte vom Kreis Recklinghausen nachsehen, ob es den Tieren gut geht. Der Zirkus selbst hat am Mittwoch schon gesagt: Ja. Tobias Weckenbrock

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