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Streit um den Ausbildungspakt

BOCHUM Der Pakt für Ausbildung im mittleren Ruhrgebiet wirkt nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer (IHK).

02.10.2007

"Aktuell befinden wir uns im vierten Jahr des nationalen Ausbildungspaktes. Der Aufschwung der letzten Jahre auf dem Ausbildungsmarkt im mittleren Ruhrgebiet verfestigt sich spürbar. Die Zusagen der Wirtschaft, die geforderte Zahl an Ausbildungs- und Praktikumsplätzen zur Verfügung zu stellen, werden auch im Jahre 2007 mehr als erfüllt", so IHK-Hauptgeschäftsführer Tillmann Neinhaus (Foto) in einer ersten Hochrechnung. Das "amtliche Endergebnis" wird zwar erst in den nächsten Tagen feststehen. Dennoch geht die IHK von einer erheblichen Steigerung bei den neuen Ausbildungsverträgen aus. "Es ist deshalb absolut unverständlich und kontraproduktiv, die Ausbildungsleistungen der Wirtschaft immer wieder schlecht zu reden", so der IHK-Chef. Insbesondere kritisiert er die negativen Äußerungen des DGB Ruhr-Mark über ein angebliches Scheitern der Wirtschaft. Neinhaus: "Bei der DGB-Kritik werden Äpfel mit Birnen verglichen". Von den Arbeitslosen unter 25 Jahren haben viele Schulabgänger keinen Schulabschluss oder sind nicht ausbildungsreif. Eine bessere Vorbereitung der Schüler auf Berufswahl und Ausbildungsanforderungen ist deshalb notwendig.

"Keine Vorschläge"

Außerdem wäre es nach IHK-Meinung zielführender, wenn sich die Gewerkschaft in die tägliche Kärrnerarbeit bei der Ausbildungsplatzwerbung einschalten würde. "Aber konkrete und praktikable Vorschläge werden nicht gemacht. Mit Ausnahme der völlig untragbaren Forderung nach einer Ausbildungsplatzabgabe, fällt dem DGB wenig ein", so Neinhaus.