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Streit ums Schwarzfahren

Streit ums Schwarzfahren

Wer ohne Fahrschein einsteigt, für den wird es teuer.sczekalla (A) Foto: Foto: Daniel Sczekalla

Wenn man beim Schwarzfahren erwischt wird und nicht zahlt, ist das heutzutage noch ein Straftatbestand. Das heißt: Man wird angezeigt, von der Polizei vernommen und am Ende geht der Fall an die Staatsanwaltschaft. Polizei und Staatsanwaltschaft haben jedoch schon jetzt sehr viel zu tun. Ein Sprecher der Justiz sagt zum Beispiel: „Wir müssen Entlastung schaffen.“

Ein möglicher Weg: Schwarzfahren könnte zukünftig kein Straftatbestand, sondern nur noch eine Ordnungswidrigkeit sein. Das hat das Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen jetzt vorgeschlagen. Dann würde die Polizei nur noch einen Anhörungsbogen an den Verdächtigen senden und das Ergebnis an die Stadt senden. Am Ende gibt es möglicherweise einen Bußgeldbescheid.

Im Jahr 2017 gab es in Lünen laut Polizei 147 Fälle von Schwarzfahren. Das geht aus der Kriminalitätsstatistik hervor, die die Stadt jedes Jahr veröffentlicht.

Von den 5989 Straftaten in Lünen insgesamt sind das lediglich 2,5 Prozent. Heißt: Jede 40. Straftat, die in Lünen begangen wird, ist das Schwarzfahren.

Marc Fröhling

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