Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Strengere EU-Auflagen für Kohlekraftwerke

Berlin/Düsseldorf. Für deutsche Kohlekraftwerke gelten künftig strengere EU-Auflagen als bisher - die Bundesregierung wird keine Klage dagegen einreichen. Das bestätigte am Samstag ein Sprecher des Bundesumweltministeriums in Berlin. Zuerst hatte der WDR darüber berichtet. Die Klagefrist war in der Nacht zum Samstag verstrichen. Die strengeren Grenzwerte etwa für Stickoxid, Feinstaub und Quecksilber sollen ab 2021 gelten - Deutschland muss die EU-Richtlinie aber noch in deutsches Recht umsetzen.

Strengere EU-Auflagen für Kohlekraftwerke

Das Braunkohlekraftwerk Neurath ragt aus dem Morgennebel. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Deutschland hatte sich zusammen mit anderen Ländern wie Polen und Tschechien zunächst gegen die strengeren EU-Auflagen ausgesprochen. Die Ministerpräsidenten mehrerer Länder hatten später verlangt, die EU-Richtlinie auf dem Klageweg zu Fall zu bringen. Der Sprecher des Umweltministeriums wies daraufhin, dass auch nach der Umsetzung der Richtlinie Ausnahmen für Kohlekraftwerke möglich seien.

Die strengeren Auflagen könnten weitreichende Folgen haben: Laut einer Studie des US-amerikanischen Institute for Energy Economics and Financial Analysis (IEEFA) müssten viele Kohlekraftwerke in der EU zumindest aufwendig nachgerüstet werden.

Der Stromkonzern RWE appellierte angesichts der strengeren EU-Auflagen an die Politik: Man setze darauf, dass die Politik bei der Umsetzung der EU-Vorgaben in nationales Recht „die technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit im Auge behält wie auch die Versorgungssicherheit“, teilte eine RWE-Sprecherin am Samstag mit.

Beim Betrieb des Kraftwerks Neurath in Nordrhein-Westfalen orientiere man sich am in Deutschland geltenden Grenzwert, so die Sprecherin weiter. Man strebe aber an, die Emissionen von Neurath unter den gegebenen technisch-wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter zu reduzieren mit dem Ziel, zukünftig auch den oberen Rand der EU-Bandbreite sicher einhalten zu können. Der WDR hatte berichtet, dass unter anderem das Kraftwerk Neurath von den strengeren EU-Auflagen besonders betroffen sei.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

NRW

Mit 2,5 Promille: Betrunkener stellt Lkw ab und schläft ein

Mülheim/Ruhr. Er stellte seinen 40-Tonner an der Autobahn ab und schlief ein: Die Polizei hat auf der Autobahn 3 bei Mülheim einen betrunkenen Lastwagenfahrer mit mehr als 2,5 Promille im Blut aufgegriffen. Wie die Beamten am Mittwoch mitteilten, viel der 43-Jährige ihnen bei der Überprüfung des Lastwagens am Montagabend entgegen. Die Polizisten fanden nach eigenen Angaben einen Fünf-Liter-Kanister mit Rotwein - drei Liter fehlten.mehr...

NRW

Firmeninhaber nachts zu Hause überfallen: Täter flüchtig

Porta Westfalica. Ein 69 Jahre alter Unternehmer ist in der Nacht zu Mittwoch in seinem Haus in Porta Westfalica (Kreis Minden-Lübbecke) überfallen und ausgeraubt worden. Das teilte die Polizei Minden am Mittwoch mit. Zwei maskierte und mit einem Messer bewaffnete Männer überraschten laut Polizeiangaben den Mann nachts im Schlaf, fesselten und knebelten ihn. Nachdem sie ihn zur Herausgabe von mehreren Tausend Euro gezwungen hatten, ließen sie den 69-Jährigen hilflos in seiner Wohnung zurück.mehr...

NRW

Bundesligist Lemgo nimmt Schweden Carlsbogård unter Vertrag

Lemgo. Handball-Bundesligist TBV Lemgo hat zur neuen Saison den Schweden Jonathan Carlsbogård verpflichtet. Nach Vereinsangaben vom Mittwoch bekommt der 22 Jahre alte Profi einen Vertrag bis 2020. Carlsbogård ist derzeit noch bei Redbergslids IK Göteborg aktiv. Er ist beim TBV für die linke Rückraumposition vorgesehen.mehr...

NRW

Viereinhalb Jahre Haft für tödlichen Samuraischwert-Angriff

Köln. Für eine tödliche Attacke mit einem Samuraischwert hat das Kölner Landgericht am Mittwoch einen Angeklagten zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Der 38-jährige Deutsche hatte im vergangenen August auf der Geburtstagsfeier seines Sohnes nach einem Streit seinen Freund und Arbeitgeber mit der Waffe angegriffen. Der 48-Jährige erlitt eine 17 Zentimeter tiefe Stichwunde und starb noch am Tatort. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Ursprünglich war er wegen Totschlags angeklagt. Nach Überzeugung der Richter habe der Mann sein Opfer jedoch nicht töten, sondern lediglich verletzen wollen.mehr...

NRW

Wehrle: 1. FC Köln auch bei Abstieg absolut konkurrenzfähig

Köln. Sollte der 1. FC Köln in diesem Jahr zum sechsten Mal aus der Fußball-Bundesliga absteigen, sieht Geschäftsführer Alexander Wehrle den Verein finanziell trotzdem in einer akzeptablen Situation. „Wir verfügen über die notwendige Liquidität, um im Worst-Case-Szenario den sofortigen Wiederaufstieg mit einer wettbewerbsfähigen Mannschaft anzustreben. Sollten wir absteigen, planen wir mit einem Basisumsatz von 80 Millionen Euro“, sagte Wehrle dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch). Damit wäre der Club in der 2. Liga absolut konkurrenzfähig, ergänzte Wehrle.mehr...

NRW

Mit dem Schreck davongekommen: Eule kollidiert mit Auto

Coesfeld. Alles andere als weise war der Flug einer Coesfelder Eule am Dienstag: Das Tier kollidierte am Abend in der Dunkelheit auf einer Bundesstraße mit einem Auto, teilte die Coesfelder Polizei am Mittwoch mit. Der Fahrer und folgende Autos konnten abbremsen - alle blieben unverletzt. Als die Polizei eintraf, habe der Vogel „sichtlich beeindruckt“ auf dem Radweg gesessen. Die Beamten brachten das Tier dann in eine Tierklinik. Dort stellte sich am Mittwoch heraus: Die Eule ist mit dem Schreck davongekommen. Sie sollte noch am Mittwoch wieder freigelassen werden.mehr...