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Nordkirchen beteiligt

Strom- und Gasnetze künftig in kommunaler Hand

NORDKIRCHEN/OLFEN/ASCHEBERG Die Münsterland Netzgesellschaft kann jetzt die Strom- und Gasnetze in acht münsterländischen Kommunen übernehmen. Mit im Boot sind auch Nordkirchen, Olfen und Ascheberg. Wir erklären, was sich künftig ändern wird.

Strom- und Gasnetze künftig in kommunaler Hand

Die Stadtwerke Selm wollen sich um die Stromkonzession bewerben. Foto dpa

Nachdem in der vergangenen Woche auch Olfens und Lüdinghausens Rat grünes Licht gegeben haben, kann die Gesellschaft jetzt mit dem positiven politischen Votum aller beteiligten Kommunen – Ascheberg, Billerbeck, Havixbeck, Rosendahl und Senden sind auch mit dabei – an den Start gehen. Acht Jahre nachdem die ersten Gespräche über die Rekommunalisierung der Netze aufgenommen worden sind.

Während einer Pressekonferenz im Sendener Rathaus erläuterten die Beteiligten am Montag, was genau geplant ist. Demnach wird die Gesellschaft in Kürze den Betrieb der Strom- und Gasnetze in den beteiligten Kommunen übernehmen. Dafür haben sich die Kommunen in einer europaweiten Ausschreibung einen strategischen Partner gesichert: Gelsenwasser hält 49 Prozent der Anteile an der Netzgesellschaft. Die acht Kommunen halten 51 Prozent.

Refinanzierungszeitraum von 30 Jahren

Was haben aber nun die Kommunen davon, die Strom- und Gasnetze zu übernehmen? „Wir haben es jetzt in der Hand, ob und wie Netze ausgebaut werden können“, sagte Nordkirchens Baumamtsleiter Josef Klaas im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten. Vor allem in Sachen Neubaugebiete gebe die neue Netzgesellschaftsstruktur den Kommunen Möglichkeiten, die Versorgung zukunftsorientiert zu planen. Weiterer Vorteil für die Kommunen: Sobald der Kaufpreis für die Netze refinanziert ist, kommen dauerhafte Erlöse rein.

KREIS COESFELD Momentan befinden sich Strom- und Gasleitungen noch im Besitz von RWE und der Gelsenwasser AG. Acht Städte und Gemeinden aus dem Kreis Coesfeld - darunter auch Ascheberg, Nordkirchen und Olfen - stehen nun jedoch kurz davor, die Netze auf ihrem Gebieten zu kaufen. Es wäre das Ende eines langen Prozesses.mehr...

Wie hoch die Kaufsumme ist, verraten die Beteiligten nicht. Den Refinanzierungszeitraum schon: „Wir rechnen mit 30 Jahren“, erklärte Rechtsanwalt Martin Brück von Oertzen von der Kanzlei Wolter Hoppenberg, die die Kommunen bei den Verhandlungen beriet und vertrat. Die kommunalen Haushalte belaste die Netzübernahme nicht. „Die Kommunen haben lediglich eine Bürgschaft gegeben“, sagte Aschebergs Bürgermeister Dr. Bert Risthaus.

Vertrieb geplant

Und was ändert sich für die Verbraucher? „Allein durch die neue Netzstruktur werden Strom-und Gaspreise keinen Cent teurer“, versicherte Brück von Oertzen. Wie sich der Markt und damit die Preise entwickeln werden, sei aber nicht seriös vorauszusagen. Doch weil die Beteiligten mit der Übernahme der Netze in Generationen denken, werde der Anteil auf der Rechnung der Endverbraucher, der für den Netzbetrieb ausgewiesen werde, mit den Jahren geringer.

Die Netzübernahme ist nur einer von mehreren Bausteinen der Münsterland Netzgesellschaft. Mittelfristig will sie auch als Strom- und Gasanbieter auftreten. Zwar nannte Olfens Bürgermeister Josef Himmelmann auf Nachfrage keinen konkreten Starttermin. So viel ließ er aber dann doch raus: „Wir haben den Vorsatz, für die Verbraucher günstiger zu werden als bisher. Die Kunden sollen in den jeweiligen Kommunen Anlaufpunkte und Vor-Ort-Service finden.“   

Das sind die acht Kommunen 





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