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Stromausfall: "Dann war der Ofen aus"

HÖRDE Der Hörder Traditions-Bäcker Feldkamp musste in der Nacht zu Dienstag ganz kleine Brötchen backen. Denn ab 2.30 Uhr war der Ofen aus. Stromausfall.

von Von Peter Bandermann

, 23.10.2007
Stromausfall: "Dann war der Ofen aus"

Wegen eines Stromausfalls vor lauter Ärger doch "unter Strom": Frank und Willi Feldkamp.

Die Spurensuche führte in die LKW-Einfahrt auf dem Gehweg der Hermannstraße, wo DEW21 vor gerade einmal drei Wochen an einer Muffe gearbeitet hatte. Genau dort ortete der Notdienst den Fehler. Und genau das ärgerte Willi Feldkamp.

"Wir konnten von ein Uhr an 90 Minuten lang backen. Dann war der Ofen aus - und 60 Prozent unserer Produktion ist ausgefallen", so Willi Feldkamp über die nächtlichen Folgen, die sein Unternehmen in der Hauptproduktionszeit getroffen hatte. Der Teig für 10 000 Brötchen lief nicht portioniert durch einen der sieben Öfen, sondern wanderte in den Müll. Ein Anruf bei Bäcker Beckmann in Dorstfeld half Feldkamp aus der Patsche, während ein Notdienst die Muffe austauschte. Ausgerechnet in der LKW-Einfahrt, so dass bereits produzierte Waren auch bis 10 Uhr nicht ausgeliefert werden konnten.

Als der Betrieb wieder unter Strom stand, holte das Backstuben-Team mit Hochdruck die Produktionsausfälle auf.

Die Frage ist: wer kommt für den Schaden auf? DEW21-Sprecherin Sabine Poschmann sieht zunächst die Bäckerei selbst in der Pflicht: "Auf Stromausfälle muss eine Firma im eigenen Interesse vorbereitet sein. Wir können die Firma auch direkt an die Station an der Bickestraße anschließen, aber diese höhere Versorgungssicherheit muss der Geschäftsmann dann auch bezahlen. Als Netzbetreiber haften wir nur bei Fahrlässigkeit, aber das ist hier nicht der Fall."