Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Stromversorger drehen weiter an der Preisschraube

Berlin (dpa) Strom wird bei vielen Versorgern im Sommer teurer. Für elf Millionen Kunden würden die Preise angehoben. Hunderte Anbieter hatten dies bereits gemacht. Die Hälfte aller Haushalte hätten Erhöhungen bereits in diesem Jahr hinter sich, berichtete das Verbraucherportal Toptarif am Mittwoch in Berlin.

Stromversorger drehen weiter an der Preisschraube

Weit mehr als die Hälfte der Stromversorger hat in diesem Jahr die Preise angehoben oder plant dies bis August. Foto: Martin Gerten

Neben rund 30 kleineren und mittleren Versorgern verlangten auch die großen deutschen Energieunternehmen Eon, RWE und EnBW in diesem Sommer mehr Geld von ihren Kunden. Sechs der sieben Eon- Regionaltöchter hätten ihre Preise bereits zum 1. Juni um vier bis sieben Prozent erhöht.

RWE verlangt den Angaben nach ab August im Grundversorgungstarif 6,6 Prozent mehr; der Verbraucher muss pro Jahr 71 Euro drauflegen. RWE selbst hatte angegeben, die Preise zum 1. August für 1,5 Millionen Kunden in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz um 1,79 Cent je Kilowattstunde anzuheben. Für Durchschnittshaushalte bedeute das eine monatliche Mehrbelastung von 4,50 Euro. Bei Regionalgesellschaften wie den Lechwerken in Bayern oder Süwag in Hessen stünden derzeit keine Erhöhungen an. In diesen Regionen seien die Preise zum Teil schon im Laufe des Jahres angepasst worden.

EnBW steigere seine Preise ab August um 2,7 Prozent, so Toptarif. Für den Kunden sei das eine jährliche Mehrbelastung von 29 Euro. Großversorger Vattenfall hatte seine Strompreise in Berlin und Hamburg bereits im Januar um rund sieben Prozent angehoben. Im Schnitt müsse der Verbraucher je nach Versorger und Tarif Mehrkosten von bis zu 96 Euro in diesem Jahr aufbringen, hieß es.

Die meisten Versorger begründen die Erhöhungen mit gestiegenen Kosten. So seien die staatlich regulierten Netzentgelte für den Transport des Stroms zum Endkunden erhöht worden. Darüber hinaus habe die seit diesem Jahr geltende Sonderkundenumlage zur Entlastung der stromintensiven Industrie zu einem weiteren Preisanstieg geführt. Die EEG-Umlage sei 2012 marginal von 3,53 auf 3,592 Cent je Kilowattstunde angehoben worden.

toptarif.de

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Verbraucherpreise in Deutschland ziehen an

Wiesbaden (dpa) Für Deutschlands Verbraucher kosten im August vor allem Energie und Nahrungsmittel mehr als vor einem Jahr. Das treibt die Inflationsrate insgesamt weiter in Richtung zwei Prozent - die Zielmarke der EZB. Ein baldiger Kurswechsel der Notenbank ist dennoch nicht in Sicht.mehr...

Wirtschaft

Inflation zieht an - Nahrungsmittel und Energie teurer

Wiesbaden (dpa) Deutschlands Verbraucher müssen für Nahrungsmittel und Energie im September deutlich tiefer in die Tasche greifen. Das treibt die Teuerung insgesamt an. Besonders kräftig ist der Preissprung bei Butter.mehr...

Wirtschaft

Studie sagt globale Energiewende voraus

London/Hamburg (dpa) Ist die Wende zu den erneuerbaren Energien und weg von Kohle und Atom ein teurer deutscher Sonderweg? Oder wird sich die Welt über kurz oder lang dafür entscheiden? Ein großer Konzern mit viel Fachwissen hat die Frage untersucht - und kommt zu überraschenden Erkenntnissen.mehr...

Wirtschaft

Inflation in der Eurozone zieht stärker an als erwartet

Luxemburg (dpa) Im Euroraum sind die Verbraucherpreise im August etwas stärker gestiegen als erwartet. Nach Angaben des Statistikamts Eurostat erhöhte sich das Preisniveau zum Vorjahresmonat um 1,5 Prozent.mehr...

Wirtschaft

Inflation bei 1,8 Prozent: Nahrungsmittel und Energie teurer

Wiesbaden (dpa) Das Leben in Deutschland ist im vierten Monat in Folge teurer geworden. Vor allem für Nahrungsmittel und Energie müssen Verbraucher tiefer in die Tasche greifen als ein Jahr zuvor.mehr...

Wirtschaft

Ex-Eon-Chef Bernotat tot - stellte Weichen für Grüne Energie

Essen (dpa) Wulf Bernotat stellte wichtige Weichen beim 2000 neu formierten Energieriesen Eon. Unter anderem steuert er den Konzern sehr früh in Richtung Wind- und Sonnenenergie. Mit nur 68 Jahren starb Bernotat am Wochenende.mehr...