Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Klartext von Obermann

Studie: Telekom-Chef hält die verständlichste Rede

Stuttgart Telekom-Chef René Obermann könnte den Chefs der übrigen Dax-Konzerne Nachhilfestunden geben - und zwar im Fach Reden halten.

Studie: Telekom-Chef hält die verständlichste Rede

Kein Vorstandsvorsitzender bei den Börsenschwergewichten spricht so gut Klartext wie Telekom-Chef Rene Obermann. Foto: Oliver Berg

Denn kein Vorstandsvorsitzender bei den Börsenschwergewichten spricht so gut Klartext wie Obermann, wie zumindest aus einer Auswertung der Universität Hohenheim hervorgeht.

Sie hat die Reden der Dax-Vorstände vor ihren Aktionären auf den Hauptversammlungen untersucht. Die Analyse lag der Nachrichtenagentur dpa am Freitag in Stuttgart vor.

Die Reden während der Hauptversammlungen im Frühjahr gelten als einer der wichtigsten Termine im Kalender der Vorstandsvorsitzenden. Darin sollten sie den Anteilseignern Rechenschaft ablegen über ihre Arbeit im abgelaufenen Jahr, strategische Weichenstellungen begründen und die künftigen Ziele erklären. Vergleichbar sind diese Reden zum Beispiel mit den Regierungserklärungen von Kanzlern und Ministern.

Dieser großen Bedeutung werden die meisten Chefs der Untersuchung zufolge aber nicht gerecht, denn sie sprechen viel Kauderwelsch statt Klartext. Bei der sprachlichen Verständlichkeit ihrer Reden bekommen die Topmanager fast nur miese Noten: Auf einer Skala von 0 - das wäre in etwa so verständlich wie eine Doktorarbeit - bis 10 - das wäre so gut zu verstehen wie Radio-Nachrichten - erreichen die 30 Vorstände im Schnitt nur die Note 3,8. Obermann dagegen bekommt eine gute 7,2.

Das Klassenziel völlig verfehlt hat Linde-Chef Wolfgang Reitzle: Er hat die Note 1,0 am fast untersten Ende der Skala. Nachsitzen müsste er zusammen mit Ulf M. Schneider von Fresenius SE (1,1) und Olaf Koch von Metro (1,3). Dagegen könnte zusammen mit Obermann am ehesten noch BMW-Chef Norbert Reithofer (6,5) den Kollegen Nachhilfe erteilen. Zur Ehrenrettung muss gesagt werden, dass die Chefs ihre Reden in aller Regel nicht selber schreiben, sondern geschrieben bekommen und meist nur kleine eigene Korrekturen vornehmen.

Der Initiator der Studie, Professor Frank Brettschneider, fasst zusammen: «Viele Vorstandsvorsitzende verschenken die Chance, mit ihren Reden eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. Sie denken offenbar vor allem an Analysten, Finanz- und Wirtschaftsjournalisten, wenn sie ihre Reden halten.» Sie vergäben somit auch die Chance, ihr Ansehen bei einer größeren Zielgruppe zu verbessern.

Das ist Frank Brettschneider

Infos zu Obermann

Infos zu Reithofer

Infos zu Reitzle

Infos zu Schneider

Infos zu Koch

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Bei Zertifikaten nicht nur auf Ratings setzen

Stuttgart/München (dpa/tmn) Die Kurse an den Börsen sind weiter im Keller. Gerade in solchen Zeiten greifen seit einigen Jahren immer mehr Anleger zu Zertifikaten. Die mittlerweile riesige Auswahl ist aber verwirrend.mehr...

Wirtschaft

Mit Vertrauen auf den DAX anlegen: Vorteile von Indexfonds

Frankfurt/Main/Stuttgart (dpa/tmn) Vor einigen Wochen gingen die Aktienkurse in den Keller. Doch allmählich steigt der Deutsche Aktienindex (DAX) wieder, und langfristig profitieren Sparer an der Börse am ehesten von hohen Renditen.mehr...

Wirtschaft

Abgeltungssteuer kommt 2009 - Anlagestrategie jetzt anpassen

Berlin (dpa/tmn) Für Anleger wird es das wichtigste Thema dieses Jahres: Von Beginn 2009 an erhebt der Fiskus auf Kurs- und Veräußerungsgewinne von Wertpapieren eine pauschale Abgeltungssteuer von 25 Prozent - dann hilft den meisten auch der Sparerfreibetrag wenig.mehr...

Wirtschaft

Börsenweisheiten: «Kaufen, wenn alle verkaufen»?

Frankfurt/Main (dpa/tmn) Der Kursrutsch an den Börsen hat selbst Experten überrascht - und für Privatanleger ist es erst recht schwer zu durchschauen, wann es am Aktienmarkt nach oben oder unten geht. Viele lassen sich deshalb von etablierten Börsenweisheiten leiten.mehr...

Wirtschaft

Kurseinbruch an der Börse - «Einfach nicht hingucken»

Frankfurt/Main (dpa/tmn) Anleger sollten sich von den Kurseinbrüchen an den deutschen Aktienmärkten nicht verunsichern lassen. Panikverkäufe sind nach Einschätzung von Experten jetzt der falsche Weg.mehr...

Wirtschaft

Kursrutsch hat kaum Auswirkungen auf Lebensversicherungen

Henstedt-Ulzburg/Berlin (dpa/tmn) Lebensversicherungen sind nach Angaben von Experten von den gegenwärtigen Kursverlusten an den Börsen nur wenig berührt. Auch sogenannte Riester-Produkte bleiben vergleichsweise sicher.mehr...