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Studie: Wasser in Deutschland extrem teuer

Düsseldorf (dpa) Deutschland hat im Vergleich von 14 Industriestaaten die höchsten Wasserpreise. Die Beratungsgesellschaft NUS Consulting bestätigte in Düsseldorf einen Bericht der Zeitung «Die Welt».

Studie: Wasser in Deutschland extrem teuer

Im Vergleich von 14 Industrienationen hat Deutschland die höchsten Wasserpreise. (Bild: dpa)

Nach den NUS-Zahlen, die sich auf gewerbliche Kunden mit einer Abnahmemenge von 10 000 Kubikmeter Wasser pro Jahr beziehen, kostet der Kubikmeter ohne Mehrwertsteuer derzeit in Deutschland 1,91 Euro. So teuer sei Wasser in keinem anderen der untersuchten Industriestaaten. Die Preise für Großabnehmer seien auch auf Privatkunden übertragbar, die im Schnitt noch einmal 80 Cent bis einen Euro mehr als Gewerbekunden zahlen müssten, sagte ein NUS-Sprecher. Grund sei, dass der Wasserpreis in anderen Ländern subventioniert werde.

In Deutschland diene das Wasser dagegen als Einnahmequelle für die öffentliche Hand, heißt es in der Studie: Da die Wasserpreise von den Gemeinden festgelegt würden, dienten die hohen Preise zur Subventionierung örtlicher Projekte, die sonst mit Steuergeldern bezahlt werden müssten. Ein NUS-Sprecher fügte hinzu, dass es in Deutschland aber regional ein großes Preisgefälle bei Wasser gebe.

Belgien liegt in der internationalen Untersuchung auf Platz zwei: Hier müssen die Großverbraucher mit 1,85 Euro fast genauso tief in die Tasche greifen wie in Deutschland. Frankreich liegt mit 1,27 Euro schon deutlich darunter und selbst Australien bleibt mit einem Wasserpreis von 1,05 Euro im Mittelfeld. Konkurrenzlos billig ist Wasser mit einem Preis von umgerechnet 47 Eurocent für den Kubikmeter in den USA.

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