Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Sturmschäden am Auto auf Betriebsgelände: Arbeitgeber haftet

Düsseldorf. Wer mit dem Auto zur Arbeit fährt und seinen Wagen auf dem Firmengelände abstellt, muss sich im Fall eines Schadens keine Sorgen machen. Der Arbeitgeber muss den Wagen schützen - und ansonsten für den Schaden aufkommen.

Sturmschäden am Auto auf Betriebsgelände: Arbeitgeber haftet

Darf ein Arbeitnehmer auf dem Betriebsgelände parken, muss der Arbeitgeber das Auto vor Sturmschäden schützen. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Darf ein Arbeitnehmer sein Auto auf dem Betriebsgelände abstellen, muss der Arbeitgeber es schützen - zum Beispiel vor Sturmschäden.

Sichert der Arbeitgeber das Gelände und damit die darauf befindlichen Autos nicht, verletzt er die sogenannte Verkehrssicherungspflicht und muss für Schäden aufkommen. Das geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf (Az.: 9 Sa 42/17) hervor, auf das der Bund-Verlag hinweist.

In dem Fall ging es um ein Auto, das dessen Besitzer auf dem Betriebshof seines Arbeitgebers abgestellt hatte - was ausdrücklich erlaubt war. Bei einem Sturm wurde ein Großmüllbehälter so stark gegen den Pkw gedrückt, dass er einen Totalschaden verursachte. Die Versicherung des Arbeitnehmers erstattete den Schaden zunächst, verlangte dann aber vom Arbeitgeber 1380 Euro.

Die Richter gaben der Versicherung Recht: Vor dem Sturm gab es eine entsprechende Warnung - der Arbeitgeber hätte deshalb sein Gelände abgehen und Gefahrenquellen sichern müssen. Das sei zwar auch passiert, der Müllbehälter wurde dabei aber übersehen. Den Mitarbeiter trifft derweil keine Schuld, weil er den ganzen Tag im Außendienst war und sein Auto deshalb nicht selbst schützen konnte. Er durfte deshalb davon ausgehen, dass sich der Arbeitgeber darum kümmert.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Recht im Verkehr

Transportkosten gehören zum Schadenersatz

Coburg. Eine Versicherung darf nicht die Verbringungskosten nach einem Unfall kürzen. Das zeigt ein Fall, bei dem sich Unfallopfer und gegnerische Versicherung um die Transportkosten des Autos zur Werkstatt stritten.mehr...

Recht im Verkehr

Werbeschild an der Straße braucht kein Extraschutz für Biker

Hamm. Werbeschilder in Straßennähe dürfen die Verkehrsteilnemher nicht gefährden. Doch welche Kriterien muss ein Reklameschild erfüllen, damit bei einem Unfall kein Anspruch auf Schadenersatz besteht? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Oberlandgericht Hamm.mehr...

Recht im Verkehr

Fußgängerin haftet bei Unfall mit zu schnellem Motorrad

Hamm. Wer über die Straße gehen will, muss vorher nach links und rechts sehen. Das lernt man schon als Kind. Doch das reichte für eine Schadenersatzklage vor Gericht aber nicht.mehr...

Recht im Verkehr

14-Jährige läuft auf Straße: Autofahrer muss nicht mithaften

München. Jugendliche ab 14 Jahren sind für ihre Sicherheit im Straßenverkehr mitverantwortlich. Sie müssen beim Überqueren der Fahrbahn auf den Verkehr achten. Tun sie dies nicht und werden angefahren haben sie keinen Anspruch auf Schadenersatz.mehr...

Recht im Verkehr

Rettungswagen-Fahrer haftet trotz Blaulicht und Martinshorn

München. Erklingt im Straßenverkehr das Martinshorn, müssen alle Verkehrsteilnehmer den Weg frei machen. Aber dürfen Fahrer von Rettungsfahrzeugen deswegen völlig rücksichtslos durch den Verkehr brausen? Mit dieser Frage hat sich ein Gericht beschäftigt.mehr...

Recht im Verkehr

Wer zahlt Schaden durch Gebläsebalken in Waschanlage?

Frankfurt/Main. Der Gebläsebalken einer Waschanlage knallt gegen die Frontscheibe eines Autos. Wer jetzt denkt, das ist ein Fall für die Haftpflichtversicherung des Betreibers, der irrt. Denn die will dafür nicht aufkommen.mehr...