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Stuttgarter siegen mit 3:1 in Mönchengladbach

Mönchengladbach (dpa) Beim eindrucksvollen Bundesliga-Comeback von Jens Lehmann hat der VfB Stuttgart Aufsteiger Borussia Mönchengladbach eine Lehrstunde erteilt. Die Schwaben gewannen mit 3:1 (3:0) und demonstrierten in der Offensive eine beachtliche Frühform.

Stuttgarter siegen mit 3:1 in Mönchengladbach

Die Stuttgarter Mario Gomez (l) und Thomas Hitzlsperger (1:0) bejubeln das 2:0 durch Ciprian Marica (r).

Kapitän Thomas Hitzlsperger (14. Minute), Ciprian Marica (26.) und Fußball-Nationalstürmer Mario Gomez (44.) erzielten die VfB-Treffer vor 47 028 Zuschauern im Borussia-Park. «Es ist immer etwas Besonderes, nach so langer Zeit wieder in der Bundesliga zu spielen», sagte Rückkehrer Lehmann: «Es hat Spaß gemacht.»

Für die Hausherren, die zum Auftakt bitteres Lehrgeld bezahlen mussten, war 455 Tage nach dem zuvor letzten Auftritt in der 1. Fußball-Bundesliga nur Rob Friend (60.) erfolgreich. Nach Lehmanns starker Vorstellung lobte Hitzlsperger den Routinier: «Wir sind froh, dass wir ihn haben», sagte der Nationalspieler, der vor übertriebener Euphorie warnte: «Wir dürfen nicht denken, es läuft alles von selbst.» Auch Borussen-Sportdirektor Christian Ziege zollte Lehmann Respekt: «Er hat heute eindrucksvoll bewiesen, warum ihn sich der VfB Stuttgart gesichert hat.» Mönchengladbachs Coach Jos Luhukay bemängelte die individuellen Patzer seines Teams: «Die Fehler, die man macht, werden in der Bundesliga gnadenlos abgestraft.»

Drei Tage nach dem dürftigen 2:1-Hinspiel in der UEFA-Cup-Qualifikation gegen den FC ETO Györ machte der VfB den Auswärtssieg schon im ersten Durchgang perfekt. Dabei konnte sich das Team von Trainer Armin Veh auf Lehmann verlassen, der nach seinem Rücktritt aus der Nationalelf stets Sicherheit ausstrahlte und seine Vorderleute dirigierte. Auch bei der ersten Bewährungsprobe war der 38-Jährige auf dem Posten, als er einen Schuss des starken Borussen-Neuzugangs Karim Matmour (18.) abwehrte. In der Folgezeit war Lehmann zweimal (34./48.) gegen den Kanadier Friend, mit 18 Treffern Mönchengladbachs Toptorjäger in der Aufstiegssaison, zur Stelle.

Sein Gegenüber Christofer Heimeroth konnte dagegen kein Selbstvertrauen tanken. Gleich die ersten beiden Stuttgarter Torschüsse saßen - und zumindest bei Hitzlspergers Führungstreffer sah der Keeper schlecht aus. Den 20-Meter-Schuss des Nationalspielers ließ Heimeroth zum 2000. Borussen-Gegentor in der Bundesliga- Geschichte unglücklich passieren.

Anschließend bemühten sich die Hausherren - angetrieben von Matmour und Jung-Nationalspieler Marko Marin - um ein geordnetes Offensivspiel, doch Marica machte den Plänen früh einen Strich durch die Rechnung. Einen Pass von Stuttgarts neuem Regisseur Jan Simak drückte der Rumäne aus kurzer Distanz über die Linie. Wenig später durfte sich dessen Sturmpartner Gomez über sein 40. Ligator freuen, als er Heimeroth den Ball durch die Beine schob.

Im zweiten Durchgang schnürten die Borussen, bei denen sechs Bundesliga-Debütanten in der Startformation standen, den VfB teilweise in der eigenen Hälfte ein. Nach dem Premierentor von Friend verpasste Marin (65.) den Anschlusstreffer, doch das Luhukay-Team drückte weiter aufs Tempo. Mit dem Kern der Aufstiegs-Stammelf, die um die Neuzugänge Jean-Sebastien Jaures, Gal Alberman und Matmour ergänzt wurde, gelang es den Mönchengladbachern aber nicht mehr, die VfB-Auswahl noch einmal ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Mit Routine und einem starken Lehmann sicherte sich der deutsche Meister von 2007 den verdienten Auftakterfolg.

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