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18-Jährige lässt sich zur Europa-Assistentin ausbilden

Internationale Weiterbildung

Carina Osterholt (18) bildet sich während der Ausbildung zur Europaassistentin weiter. Davon profitiert auch ihr Betrieb, weil die Märkte immer internationaler werden.

Oeding

03.07.2018
18-Jährige lässt sich zur Europa-Assistentin ausbilden

Die angehende Europaasssistentin Carina Osterholt (r.) mit ihrer Lehrerin Maike Bleckwedel. © Privat

Während über dem Westmünsterland die Sonne brennt, genießt die 18-jährige Carina Osterholt gerade deutlich kühlere Tage in der irischen Stadt Cork. Die Auszubildende der Bewital-Unternehmensgruppe absolviert dort gerade ein Praktikum für ihre Zusatzausbildung zur Europaassistentin. Im Dezember will sie die abschließen, heißt es in einer Mitteilung. Die angehende Industriekaufrau will durch das Praktikum die wirtschaftliche Seite Irlands besser kennenlernen. Ein Vollzeitpraktikum bei dem irischen Lebensmittel-Unternehmen „Ballymaloe Foods“ soll ihr das ermöglichen.

Zusatzausbildung

Das Praktikum ist der letzte Baustein einer zweijährigen Weiterbildung zur Europa-Assistentin am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Ahaus. Auszubildende mit einem Vertrag bei der IHK (Industrie- und Handwerkskammer) oder HWK (Handwerkskammer) können zusätzlich zu ihrer eigentlichen Ausbildung diese parallele Weiterbildung wählen, vorausgesetzt, der Ausbildungsbetrieb gibt grünes Licht. Schließlich müssen die Teilnehmer für ein Auslandspraktikum mindestens für drei Wochen freigestellt werden. Auch weitere Veranstaltungen müssen mit dem eigentlichen Ausbildungsplan abgestimmt werden. „Wir ermöglichen Carina gerne diese Weiterbildung und finden es toll, wie sehr sie sich engagiert“, erklärt Yvonne Brüninghoff, Ausbilderin für die kaufmännischen Berufe bei Bewital. Das Unternehmen stellt die 18-Jährige nicht nur frei, sondern übernimmt auch einen Teil der Kosten für die Weiterbildung.

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Bevor sich die Absolventen als Europaassistenten bezeichnen können, ist viel Einsatz gefragt. Denn der Unterricht findet abends im zweiwöchigen Rhythmus statt. Dazu kommt noch einmal Vorbereitung oder eben ein Praktikum. „Das kommt zu meiner Arbeit bei Bewital und dem normalen Unterricht in der Berufsschule dazu“, sagt Carina Osterholt. Sie ist sich aber sicher, dass sich die Mühe lohnt. Denn Europa ist die Zukunft: So hat sie etwa bei einer Projektarbeit den dänischen Futtermittel-Markt analysiert und herausgearbeitet, wie mögliche Marketingmaßnahmen von Bewital gestaltet werden müssten. Ein Projekt, das sie auch schon bei einem Europa-Abend im Berufskolleg vorgestellt hat.

Richtige Entscheidung

Interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln und direkt anzuwenden ist das Hauptziel der Weiterbildung. „Deshalb richten sich die Projektarbeiten auch immer nach Zielländern, die für die Absolventen relevant sind“, erklärt Maike Bleckwedel. Die Ahauser Lehrerin für Englisch und Wirtschaftswissenschaft unterrichtet die angehenden Europaassistenten. Ihre Entscheidung für die Weiterbildung als Europaassistentin würde Carina Osterholt jederzeit wieder so treffen: „Ich werde später im Beruf sehr wahrscheinlich auch mit anderen Ländern und dem Thema ‚Export‘ zu tun haben – für mich ist es also allein mit Blick auf meine berufliche Zukunft sehr wertvoll.“

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