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Ackerland im Westmünsterland wird immer teurer

Höchstpreise im Bundesvergleich

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes bestätigen das, was einige Landwirte bereits lange beklagen: Die Ackerlandpreise sind in den letzten zehn Jahren bundesweit explodiert. Die Kommunen im nördlichen Gebiet des Kreises Borken verzeichnen dabei - auch deutschlandweit - Höchstwerte. Hier sehen Sie die genauen Zahlen in einer interaktiven Grafik.

KREIS BORKEN

von Johannes Schmittmann und Anne Winter-Weckenbrock

, 24.10.2016
Ackerland im Westmünsterland wird immer teurer

Saftige Ackerkrume - dafür müssten Landwirte bei einem Kauf zurzeit tief in die Tasche greifen.

Die Thematik ist nicht neu, aber die vorsichtige Hoffnung auf ein "Zerplatzen der Ackerland-Blase" war bei einigen, vor allem kleineren, Landwirten der Region da. Besonders sie leiden häufig unter den hohen Preisen. Dass sich diese Hoffnung erneut nicht erfüllt hat, bestätigen sowohl die Zahlen des Statistischen Bundesamtes, als auch der Grundstücksmarktbericht für den Kreis Borken.

Erstere zeigen auf, dass sich seit 2005 die Preise für ein Hektar Ackerland bundesweit von im Schnitt 8700 Euro auf 19.600 Euro gesteigert haben. Das Saarland liegt bei den Bundesländern mit durchschnittlich 10.000 Euro pro Hektar am einen Ende der Tabelle - Bayern mit 47.000 Euro am anderen.

Bis zu 91.000 Euro für ein Hektar Land

Landwirte, die im Westmünsterland Ackerland erwerben wollen, können von solchen Preisen nur träumen. Selbst in Stadtlohn, wo Ackerland im Vergleich am günstigsten ist, werden im Schnitt 72.000 Euro für ein Hektar Land gezahlt. Ahaus mit 91.000 Euro sowie mit jeweils 90.000 Euro pro Hektar Vreden und Heek führen diese Tabelle  an. In Legden kostet der Hektar 80.000 Euro, in Südlohn ist das Gesamtbild komplizierter.

Um gut fünf Prozent fiel der Preis zwar 2014, ein Jahr später stieg er allerdings schon wieder um zehn Prozent - mit 79.000 Euro pro Hektar liegen die Preise in Südlohn etwa im Kreisdurchschnitt. Die Faktoren für den Anstieg sind zahlreich: Investoren, Biogasanlagen, Landknappheit, wechselseitiges Überbieten. Eine Preisbremse war zwar auf Länderebene im Gespräch, Experten rieten aber, dem Markt zu vertrauen. Sie verweisen zudem auf die positiven Auswirkungen der Steigerung. Landbesitzer könnten so leichter Kredite bei Banken erhalten.

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