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Geflügelzüchter attackieren Politiker

Bundestagung

OEDING Die deutschen Rassegeflügelzüchter fühlen sich von der Politik im Stich gelassen – so lautete das Fazit des Vorsitzenden des Bundesverbandes der Hühner-, Groß- und Wassergeflügelzüchtervereine (VHGW), Michael von Lüttwitz, in seinem Jahresbericht anlässlich der Bundestagung, die am Wochenende im Burghotel Pass stattfand.

von Von Georg Beining

, 09.08.2010
Geflügelzüchter attackieren Politiker

Dr. Dietmar Fulhorst (Delbrück), Fachtierarzt für Geflügelkrankheiten, hält ein Fachreferat über Geflügelkrankheiten und Impfprophylaxe

Vor rund 100 Delegierten der Sondervereine aus ganz Deutschland beklagte von Lüttwitz: „Es gibt nur lobende Worte, aber keine unterstützenden Taten. Daraus resultiert, dass die Politik und ihre nachgeordnete Bürokratie die Hauptschuldigen am Verlust der biologischen Vielfalt sind.“ Die Grundlage für Erhaltungszuchten werden für die Erhaltungszüchter vielerorts eingengt oder ganz entzogen, so der Vorsitzende. Gerade das betreffe eine der Kernaufgaben der Züchter: „Im Zentrum unserer Arbeit steht die Erhaltung alten Kulturgutes und die Sicherung genetischer Ressourcen.“ Und die seien gefährdet, so von Lüttwitz weiter: „Die Zuchtstandserhebung von 2009 habe gezeigt, dass sich Rassen gegenüber den Vorjahren teils drastisch verringert haben.“

Die VHGW-Bundestagung fand erstmalig in der Grenzgemeinde statt. Organisiert wurde sie federführend von Willi Diekmann, ortsansässiger Rassegeflügelzüchter und Mitglied im Sonderverein der Entenzüchter Deutschlands von 1895 e. V. Bürgermeister Christian Vedder, einer der Ehrengäste der Sonntagsveranstaltung, hatte den VHGW-Vorstand mit seinem Vorsitzenden bereits am Samstag zu einem Empfang ins Rathaus geladen und dabei, wie er sagte, „eine ganze Menge gelernt“. So ginge die Rassegeflügelzucht weit über ein Hobby hinaus: „Es ist in der Tat Artenschutz, der da betrieben wird. Ganze Geflügelrassen sind vom Aussterben bedroht. Das wusste ich vorher nicht.“

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