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Kunstprojekt von Stefan Demming kommt nach Südlohn

Kleinste Show der Welt

SÜDLOHN/KREIS Ein installatives Wanderzirkusprojekt mit dem Titel "Die kleinste Show der Welt 2" präsentiert jetzt der Südlohner Künstler Stefan Demming.

25.08.2010

Ein Minizirkus zeigt die Geschichte zweier Nonnen im Zirkus und eine Inszenierung in einem Zelt. Im September reist die "Show" mit Zelt und Wohnwagen durch die Euregio. Das Projekt erzählt vom Zirkus als Spektakel und als Lebenswelt. In einem kleinen Zirkuszelt spielt die räumliche Videoinstallation "THE SHOW SHOW". Darin erinnern Filmszenen, Skulpturen und Lichtereignisse an den vergangenen Glanz des Zirkuskinos. Video über eine Schwester aus Südlohn Daneben ist in einem Wohnmobil das Video "Reise mit ihnen" zu sehen. Es zeigt die Geschichte von Schwester Bernardis aus Südlohn, die mit ihrer Kollegin Sister Dorothy im amerikanischen Zirkus Ringling arbeitet. Beide waren früher Missionarinnen in Papua Neuguinea. Im Zirkus bieten sie den 300 Mitarbeitern ein christliches Gemeindeleben. Sie nennen es "ministry of presence" - Seelsorge der Nähe. Aus der dreiwöchigen Begleitung der beiden Nonnen in Texas entstand ein persönliches Porträt über ihr Leben innerhalb eines der größten Zirkusse. Die Premiere findet am 10. September in Dinxperlo (Niederlande) während der Kunstkirmes statt. Danach geht es weiter über Breedevoort nach Südlohn, dem Heimatort von Schwester Bernard. Die "Show" zieht weiter an der Grenze entlang und hält in Stadtlohn und Gronau."Hereinspaziert" Plakate kündigen das Projekt als Wanderzirkus an: "Sehr verehrte Damen und Herren! Sehen Sie zu wie Charlie Chaplin eine Minute auf einem Seil tanzt und die Saallichter im Takt der Musik erstrahlen. Sehen Sie Anthony Quinn tief Luft holen, um die Ketten um seinen Brustkorb zu sprengen. Hereinspaziert, wenn ein kleiner Igel erleuchtet, der mit der Stimme eines Zirkusdirektors die nächste Nummer ankündigt." Das Projekt ist eine computergestützte Installation mit Videoprojektion und kinetischen Objekten, Mehrkanal-Audio und Licht. In einer kleinen Manege wechseln die Projektion kurzer Filmausschnitte zirzensischer Darbietungen mit Ereignissen im Raum. Die Bearbeitung der Filmschnipsel verleiht einigen Akteuren eine Mischung aus mechanischen und lebendigen Bewegungen, die klamaukhafte Szenen ins Absurde steigern. Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen.

  • Stefan Demming ist freischaffender Künstler im Bereich Video, Installation und Projekt. Seine Arbeit wurde international ausgezeichnet, so mit dem Deutschen Videoinstallationspreis und dem Bremer Förderpreis für Bildende Kunst.
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