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Mehr Schüler, weniger Platz, gleiche Kosten

Neubau der St.-Vitus-Grundschule

Der Bauausschuss hat den Weg für den 6,2 Millionen Euro teuren Neubau an der St.-Vitus-Grundschule frei gemacht. Aber nicht ohne Abstriche.

Südlohn

, 22.02.2018
Mehr Schüler, weniger Platz, gleiche Kosten

Aus der Luft ist gut zu sehen, wo der inzwischen abgerissene, mit Schadstoffen kontaminierte Trakt der Vitus-Grundschule stand (vorne). Oben der Altbau, links die Sporthalle und in der Mitte die Containerlösung für den Übergang. Foto: Bernd Schlusemann

Die von der Verwaltung in der Ratssitzung Anfang Februar vorgestellte Minimallösung für den neuen Trakt der Vitus-Grundschule am Südwall hat Bauamtsleiter Dirk Vahlmann noch einmal verkleinert. Ganz pragmatisch schilderte er den Mitgliedern des Bauausschusses am Mittwochabend seine Vorgehensweise: „Räume und Flure werden einen Stein kleiner“. So ist es gelungen, die vom Rat auf 6,2 Millionen Euro gedeckelten Kosten für den Neubau einzuhalten.

Ganz so einfach, wie Dirk Vahlmann es in diesem einen Satz den Politikern beschrieben hat, war es aber nicht. Es galt für ihn, den für 6,2 Millionen Euro geplanten zweizügigen Anbau in eine dreizügige Schule umzuplanen. Und das bei der bestehenden Kostenkalkulation für die zunächst geplante Zweizügigkeit. Denn: Als die Verwaltung mit den Planungen für den Schulneubau begonnen hat, war noch nicht bekannt, dass die Schülerzahlen sich in Südlohn so entwickeln werden, dass über Jahre eine dreizügige Grundschule benötigt wird. Diese Zahlen wurden im November bekannt. „Der Bauantrag war fast fertig“, erinnerte der Bauamtsleiter an die überraschende Entwicklung.

Alles auf dem Prüfstand

Dreizügig, das heißt auch mehr Raumbedarf. Entsprechend stellte die Verwaltung den Politikern Lösungen vor, die zwischen 250.000 und 1,4 Millionen Euro über den zunächst veranschlagten Kosten lagen. Doch da spielte der Rat nicht mit, lehnte die Vorschläge ab und bestand darauf, die ursprünglichen Kosten einzuhalten (wir berichteten).

Nach dem Nein des Rates habe die Verwaltung „alles auf den Prüfstand gestellt“, berichtete Vahlmann. Räume und Flure wurden kleiner, es gab Umplanungen im Toilettenbereich und auch eine Reduzierung beim Raumprogramm. Pro Jahrgang gibt es nun einen Integrationsraum.

„Wichtig sind uns die zusätzlichen Räume“, betonte Friederike Voß in der Sitzung. Das sei mit dem vorgestellten Konzept gegeben. „Uns sind die Quadratmeter nachrangig wichtig“, erklärte die Schulleiterin weiter. Die Größe der Klassenräume musste die Verwaltung für die neue Lösung verkleinern: von geplanten 80 Quadratmetern auf 65. Das entspricht der Raumgröße in dem 1927 entstandenen Altbau der Schule.

Keine Zeit zu verlieren

„Ich muss mit Erstaunen feststellen, dass es doch geht“, meinte Franz-Josef Rickers (Grüne) nach Präsentation der Pläne. Alois Kahmen (CDU) wollte „das neue Konzept nur zur Kenntnis nehmen“. Die erst am Mittwoch im Bauausschuss vorgestellte Planung wollte er in der Fraktion besprechen. Auf einen Beschluss drängte dagegen Siegfried Reckers (SPD), der nicht noch mehr Zeit verlieren wollte: Zeit koste Geld, etwa bei den angemieteten Containern.

Beschlussempfehlung an den Rat oder Verabschiedung der Planung – so hieß es am Ende der Beratung. Beides war am Mittwochabend für den Ausschuss möglich. Ausschussvorsitzender Wilhelm Hövel ließ zunächst darüber abstimmen, das 6,2 Millionen-Euro-Konzept zu verabschieden, damit die Verwaltung den Bauantrag auf den Weg bringen kann und nicht weitere Zeit bis zur nächsten Ratssitzung vergeht. Mit nur zwei Gegenstimmen verabschiedete der Ausschuss dann direkt das neue Konzept.

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