Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Mit Spaten gegen Ambrosie

Oeding Ein pflanzlicher Komplize der inzwischen schon bekannten und wegen ihres Gefährdungspotenzials wenig geschätzten Herkules-Staude - alias "Riesen-Bärenklau"- scheint im deutsch-niederländischen Grenzraum Fuß zu fassen: die "Beifuß-Ambrosie".

29.08.2008

Mit Spaten gegen Ambrosie

<p>Erich Klein-Menting, Bauhofleiter Stefan Brüggemann und Herman Weegh bei der Lagebesprechung. Beining</p>

Nachdem von dieser Pflanze bereits im vergangenen Sommer einige kleinere Vorkommen innerhalb der Grenzgemeinde gemeldet und anschließend vernichtet wurden (Münsterland Zeitung berichtete), taucht sie nun erneut auf. Wenn sie erst einmal blüht, ist sie in der Lage, mit ihrem Pollen bei Menschen schwerste Allergien hervor zu rufen. Diese Tatsache ist längst bundesweit nicht nur bei Ämtern und Behörden bekannt. Entsprechend wird die Beifuß-Ambrosie verfolgt und - wenn sie irgendwo von aufmerksamen Zeitgenossen entdeckt und erkannt wird - umgehend beseitigt.

Pflanzen entdeckt

In der Grenzgemeinde hat vor allem Landschaftswart Erich Klein-Menting ein wachsames Auge auf diesen fein gefiederten Strauch, der harmlos und wohlgeformt daherkommt und doch so gefährliche Wirkungen zeitigt. Die ersten Pflanzen entdeckte er nun auf einem verwilderten Grünstreifen am Ende eines Hofes an der Winterswijker Straße - in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Ascheplätzen des Tennisvereins. Natürlich informierte er umgehend die Gemeindeverwaltung und den Grundstückseigentümer.

Ausgraben

Am Mittwochvormittag kam es daher ganz schnell zu einem Ortstermin mit Stefan Brüggemann, dem Leiter des Gemeinde-Bauhofs, dessen Mitarbeiter Jürgen Gesing, Dragomir Salic, dem Eigentümer, dem niederländischen Nachbarn Herman Weegh sowie Erich Klein-Menting und Johannes Wienken, die sich gemeinsam schon um die Vernichtung der Herkules-Staude verdient gemacht hatten. Die Pflanzen mussten entfernt werden, bevor sie zu blühen beginnen. Und das hieß: ausgraben, nicht etwa abschneiden. Und anschließend in die vom Bauhof bereit gestellten stabilen Müllsäcke - ab in den Container.

Am Ende der Ausgrabe-Aktion konnten die Akteure auf eine Strecke von rund 30 Ambrosia-Pflanzen unterschiedlicher Größen verweisen. Johannes Wienken trug auch diese Fundstelle in seinen Gemeindeplan sorgfältig ein: "Es werden sicher noch weitere dazu kommen. Und es ist Eile geboten. Die blühen bald." geo

Lesen Sie jetzt