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Mit Trapez zu mehr Mut

St.-Vitus-Grundschule

Neben dem Schulhof steht ein Kosmos, der anderen Regeln folgt. In dem es in diesem Moment egal ist, ob man gut rechnen kann oder nicht. Für 238 Kinder der St.-Vitus-Grundschule kommt es seit Montag auf etwas anderes an: Balance, Konzentration, Teamgeist. Sie proben mit dem Projekt-Circus Casselly für zwei Gala-Vorstellungen.

SÜDLOHN

von Von Dominique Snjka

, 20.06.2012
Mit Trapez zu mehr Mut

Seit Montag proben die 238 Kinder der St.-Vitus-Schule Südlohn für ihren Auftritt mit dem Projekt-Circus Casselly.

Das blonde Mädchen streckt im Halbdunkel unter dem Zeltdach den Arm zur Seite. Ihr Blick ist konzentriert auf die schneeweiße Taube gerichtet, die auf ihrem Handgelenk sitzt, die Flügel entspannt ausgebreitet. Hinter ihr warten still am Manegenrand Mädchen und Jungen auf ihren Einsatz. Sie üben für eine Tauben-Dressur. „Kinder, die sonst schüchtern sind, kommen hier aus sich heraus“, erzählt Jessica Casselly, die mit ihrer Familie in siebter Generation den Zirkus betreibt.

Oder die Kinder seien ruhiger als sonst: „Ich glaube, der Zirkus ist einfach etwas Neues für sie. Sie sind dann aufgeregt und gespannt, was als nächstes kommt.“ Einmal im Jahr veranstaltet die Südlohner Grundschule eine Projektwoche. „Wir wollten bewusst etwas ganz anderes machen“, so Rektorin Friederike Voß. Der Projekt-Circus gastiert bereits zum zweiten Mal an in der Schule. „Die Persönlichkeitsentwicklung wird gefördert und auch die soziale Kompetenz und Motorik“, erhofft sich Voß von dem Projekt. Zwei Stunden täglich übt jede Gruppe für ihren Auftritt. Vor zehn Jahren hat sich der Zirkus auf die Projektarbeit mit Schulen spezialisiert. Angefangen habe es mit einem Kindergarten, erinnert sich Jessica Casselly. „Dann hat uns eine Schule gefragt, ob wir nicht zusammen mit ihnen arbeiten möchten.“ Ihnen sei damals aufgefallen, wie sich die Kinder durch die Zirkusarbeit verändert hätten. Gemeinsam mit Pädagogen entwickelte die Familie ein erlebnisorientiertes Konzept.

 

Dazu gehören Drahtseil-Artistik, Jonglage, Clownerie oder Voltigieren. Nummern, mit denen Jessica Casselly und ihre Familie auch selbst im Zirkus aufgetreten sind.Dazu gehört auch die Hundedressur. Während die Kinder sich mit den Reifen in der Mitte der Manege aufstellen, warten zwei kleine Hunde auf einem Hocker. Sie sollen durch die Reifen springen. Am Rand warten schon die nächsten, um am Trapez zu trainieren. Die Kinder müssen für die Projektwoche selbst nichts bezahlen: Die Kosten übernehmen die Bürgerstiftung Südlohn-Oeding, der Förderverein und die Schule. 

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