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Mitglieder des Fanclubs „Königsblau Südlohn“ blicken auf die neue Spielzeit

„Europa muss drinsitzen“

Wenn Saison ist, geht’s für die Mitglieder des Fanclubs Königsblau Südlohn alle zwei Wochen im Fanbus nach Gelsenkirchen ins Stadion. Viel geboten haben die Schalker ihren Anhängern in der abgelaufenen Spielzeit nicht. Mit neuem Trainer und neuen Spielern soll sich das nun wieder ändern.

SÜDLOHN

, 02.08.2017

„Alles steht und fällt mit dem Start“, weiß Martin Gehling. „Wenn wir wieder mit fünf Niederlagen starten wie im letzten Jahr, dann ist die Saison nach dem fünften Spieltag auch schon wieder gegessen.“ Und die Gefahr bestehe durchaus, sagt Gehling mit Blick auf die ersten Wochen: Vize-Meister Leipzig zum Start, dann die beiden Aufsteiger aus Hannover und Stuttgart, auswärts in Bremen und schließlich daheim gegen die Bayern.

Südlohner Club hat 120 Mitglieder

Martin Gehling ist Vorsitzender des Südlohner Schalke-Fanclubs Königsblau Südlohn, der vor 20 Jahren gegründet wurde und heute um die 120 Mitglieder zählt. Einige von ihnen sehen jedes Spiel der Knappen live – egal ob auswärts oder daheim. Während der Saison fahren Mitglieder zusammen mit einem befreundeten Schalke-Fanclub aus Gescher im Fanbus zu den Heimspielen.

Nur zwei Heimspiele verpasst

Gehling selbst hat 2016/17 nur zwei Heimspiele verpasst – und genauso wenig gute seiner Mannschaft gesehen, wie er sagt. „Da war der Sieg gegen Gladbach und der gegen Wolfsburg, der aber auch der schlechten Leistung des Gegners geschuldet war.“

Christian Nagel, ebenfalls im Vorstand des Fanclubs, erwartet in dieser Saison die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb: „Europa muss drinsitzen“, sagt er. Viele Hoffnungen ruhen auf dem neuen Personal, sowohl auf als auch neben dem Platz.

Der Trainer

31 Jahre jung und elf Spiele Erfahrung als Trainer im Profifußball: Der Trend geht zu jungen Trainern und Schalke geht ihn mit der Verpflichtung von Domenico Tedesco mit. „Ich weiß selbst noch nicht, wie ich ihn einordnen soll“, sagt Christian Nagel. „Er ist mit Sicherheit ein gut ausgebildeter Mann. Aber ob er die PS auch auf die Straße bringt, wird sich zeigen.“ In Interviews habe Nagel den neuen Schalke-Trainer als „sehr bedacht“ wahrgenommen, ähnlich wie Sportvorstand Christian Heidel. „Er sagt nicht, dass er in den nächsten fünf Jahren hier Meister wird. Daran sind ja schon viele hier gescheitert.“ Gehling sieht auch den Sportvorstand in seiner zweiten Saison auf Schalke unter Druck: „Heidel hätte auch jeden anderen Trainer holen können. Das muss jetzt funktionieren, sonst ist auch er bald wieder weg.“

Die Zu- und Abgänge

Die beiden teuersten Zugänge bislang, Nabil Bentaleb (19 Millionen Ablöse) und Yevhen Konoplyanka (12,5 Mio.), hatten als Leihspieler bereits in der Rückrunde der abgelaufenen Spielzeit Gelegenheit, ihr Können zu zeigen. Das gelang mal besser (Bentaleb) und mal schlechter (Konoplyanka). Mittelfeldspieler Bentaleb sei „an sich ein sehr guter Fußballer mit einem hohen Spielverständnis“, sagt Christian Nagel. „Aber mir fehlte in einigen Spielen, in denen es nicht so gut lief, der Biss. Er ist ein Gute-Laune-Fußballer.“

Flügelspieler Konoplyanka sei oft verletzt gewesen und habe offenbar nicht das beste Verhältnis zu Trainer Markus Weinzierl gehabt, so Nagel. Martin Gehling ist „fest davon überzeugt, dass die Spieler, die letztes Jahr gekommen sind, jetzt etwas reißen werden“. Schalke holte außerdem den 20-jährigen Offensivspieler Amine Harit vom aus Frankreich. Für die linke Abwehrseite kommt Bastian Oczipka (4,5 Mio.) von Eintracht Frankfurt. Mit Klaas-Jan Huntelaar (Sturm), Sead Kolasinac und Dennis Aogo (beide Abwehr) verlassen verdiente Spieler den Verein.

Und sonst?

„Das einzig Positive an der letzten Saison ist, dass wir nur in zwei Wettbewerben starten“, sagt Gehling. „Dadurch haben wir nicht so viele Sonntagsspiele, was für uns Fans – gerade mit den neuen Anstoßzeiten jetzt – ja nicht so pralle ist.“ Nagel hofft vor allem auf Konstanz und die richtige Einstellung: „Kein Schalker erwartet, dass jedes Spiel 5:0 gewonnen wird, solange die Moral stimmt.“