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Noch Potenzial für Windkraftanlagen

Bericht in Ausschuss

„Wir wollen uns der Energiewende nicht verschließen“, leitete Bürgermeister Christian Vedder den Vortrag von Reiner Winterkamp vor dem Bau-, Planungs- und Umweltausschuss ein: Der Dipl.-Geograph und Dipl.-Ökologe vom Büro wwk hatte den Auftrag erhalten, das Südlohner Gemeindegebiet nach geeigneten Gebieten für Windvorrangzonen zu untersuchen, und stellte nun den Zwischenstand vor. Die gute Nachricht: Es gibt noch Potenzial für Windkraftanlagen.

SÜDLOHN/OEDING

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 21.06.2012
Noch Potenzial für Windkraftanlagen

Platz für drei Windkraftanlagen - wie hier von der Baumwollstraße aus in Oeding zu sehen - hat der Planer bei der Suche nach geeigneten Flächen als Minimum für eine Windvorrangzone angesetzt.

Auf der Gemeindekarte gibt es einige „weiße Flecken“ – so hatte Winterkamp die potenziellen Zonen markiert. Aber: Es sei noch einiges abzuklären, betonte der Referent am Mittwoch in der Ausschusssitzung. Im Herbst könnten die Kommunalpolitiker mit der endgültigen Präsentation rechnen. Ein bedeutendes Detail hatte nämlich noch nicht abgeklärt werden können: Die Antwort der Flugsicherung auf die Anfragen des Büros stünden noch aus, so Winterkamp. Denn von Norden aus ragen zwei Zonen in das Gemeindegebiet hinein, in denen wegen der Starts und Landungen auf dem Flugplatz Stadtlohn-Vreden – Windkraftanlagen bestimmte Höhen nicht überschreiten dürfen – im nördlichsten Bereich 45 Meter, so der Referent.

In dem Bereich liegen bislang aber auch „weiße Flecken“. Diese haben, so erläuterte Winterkamp die Für- und Wider-Kriterien, Platz für mindestens drei Windkraftanlagen und haben einen Abstand von 300 Metern zu Einzelwohnhäusern und 500 Meter zu Wohnsiedlungen. Schwierig gestalte es sich manchmal, den Artenschutz zu berücksichtigen: „Es liegen nicht immer ausreichend Infos über die Vorkommen vor.“ Mit dem Kreis Borken wolle das Büro noch über per Erlass bestimmte Landschaftsschutzflächen sprechen: Dort könnten im Einzelfall Windkraftanlagen zugelassen werden.

 Die Frage von Ingo Plewa (CDU), ob die Ausweisung von Vorrangzonen ein Ausschlusskriterium für einzelne Anlagen seien, beantwortete Reiner Winterkamp deutlich: „Die räumliche Steuerung ist ja gemeindliche Zielsetzung“, brachte er in Erinnerung. „Das Gesamtkonzept würde ausgehöhlt mit jeder Einzelanlage, die Sie zulassen“, betonte er. Davon unbenommen seien natürlich Anlagen zur Selbstversorgung von Landwirten.

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