Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Nur wenige Besucher bei der Hüttentour

Feiern trotz Regen

Eine Woche vorher schaute sie sich jeden Tag den Wetterbericht an. Karin Otto-Höper begann zu hoffen: Für Samstag kündigte die Wettervorhersage Regen an, für Sonntag gutes Wetter. Die Hoffnung auf eine Hüttentour bei Sonnenschein zerschlug sich am Sonntagmorgen um viertel nach fünf: „Da wusste ich, dass es schwierig wird”, sagt Höper, die mit dem Gemeindemarketing Somit die Veranstaltung organisiert.

SÜDLOHN/OEDING

von Von Dominique Snjka

, 03.06.2012

Schwierig ist untertrieben: Über der Ebbinghookhütte ballen sich mittags um zwölf dunkelgraue Wolken. Der Wind bläht den Fallschirm über den leeren Holztischen auf. Auf dem Schotter stehen große Wasserlachen, die stetig weiterwachsen. Eine Stunde zuvor war der Auftakt zur sechsten Hüttentour – und die Stimmung an der Baumwollstraße ist für einen Moment auf dem Tiefpunkt angekommen. „Letztes Jahr war es schon kniffelig, da hat es morgens gewittert“, erzählt sie. Die beiden Paare hinter ihr stören sich nicht an dem Regen. Die sitzen in der trockenen Hütte und warten geduldig aufs Mittagessen.

Die nächste Böe weht den Geruch von gebratenen Würstchen herüber. Die vier sind Nachbarn und zu Fuß vom Hessinghook hergekommen. „Das wäre doch sonst viel zu schade um die ganze Mühe gewesen, die sich alle hier gemacht haben“, sagt Anwohnerin Jutta Picker. Neun Wirte haben sich mit neun Hütten in Südlohn und Oeding auf etwa zwei- bis dreitausend Besucher vorbereitet. An der Wand neben den vier Nachbarn hängt ein Plakat mit einem Foto aus dem letzten Jahr, da sind sie alle zusammen zu sehen, bei Sonnenschein. Fünf verschiedene Strecken Fahrradfahrer können zwischen fünf verschiedenen Radstrecken zwischen den Hütten wählen, die zwischen acht und knapp 40 Kilometern lang sind.

Die meisten entscheiden sich für Schirm und Fußweg. Mit einer Ausnahme: Daniel Wapper ist mit dem Fahrrad gekommen, sein dreijähriger Sohn sitzt geschützt im Anhänger. „Wir sind spontan hergekommen“, sagt er. „Jetzt sind wir aber auch durchgeweicht.“ Er nimmt‘s gelassen und bestellt. Vor Wirtin Nicole Terhörne perlen mittags dicke Tropfen vom Dach des Bierwagens. Die können ihr den Enthusiasmus aber nicht nehmen. „Wir hoffen, das wir 100 Essen schaffen.“ Und dann geht sie nachbestellen, weil das Kartoffelpüree und die Zwiebeln alle sind. Insgesamt hätten alle Wirte starke Verluste gemacht, schätzt Otto-Höper: „Dafür wird es beim nächsten Mal besser.“

Lesen Sie jetzt