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Pläne für Trasse sind noch nicht fertig

Geplante Ortsumgehung

Der Bau der Ortsumgehung Südlohn-Oeding wird teurer. Wodurch und in welcher Höhe Mehrkosten entstehen, erläuterte der Landesbetrieb Straßen NRW auf Anfrage unserer Zeitung nicht. Ehe der Plan für das Bauvorhaben nicht offiziell öffentlich bekannt gegeben sein wird, möchte der Landesbetrieb keine Details verraten.

OEDING

, 13.11.2014
Pläne für Trasse sind noch nicht fertig

Schon etwas verblasst ist dieses Schild der Bürgerinitiative gegen die Umgehungsstraße. Noch weiden am Grenzweg die Kühe, doch die Planungen für die Umgehungsstraße schreiten voran.

Bis zur Bekanntmachung wird es noch eine Weile dauern. Derzeit befinde man sich laut Straßen NRW in einem der letzten Schritte des Planfeststellungsverfahrens. Am Ende dieses Verfahrens, an dem die Behörden und Bürger beteiligt sind, steht der Planfeststellungsbeschluss. Danach kann die Bauplanung erst richtig beginnen. Bis Ende des Jahres sei damit laut Josef Brinkhaus vom Landesbetrieb Straßen NRW nicht mehr zu rechnen. Zu rechnen sei allerdings mit einer Kostensteigerung in unbestimmter Höhe. Zuletzt war von 5,5 Millionen Euro Gesamtkosten die Rede. „Die aktuelle Kostenermittlung liegt höher. Der Betrag muss aber noch von der Landesregierung NRW genehmigt werden“, sagt Gertrud Schulze-Spüntrup, die bei Straßen NRW arbeitet und das Projekt leitet.

Die Genehmigung ist notwendig, weil für den Neubau der Ortsumgehung 2006 ein Staatsvertrag zwischen dem Land NRW und der niederländischen Provinz Gelderland unterzeichnet wurde, aus dem die Kostenübernahme durch das Land NRW hervorgeht. Trotzdem stimmt Straßen NRW die Pläne für die Umgehungsstraße mit der Gemeinde Winterswijk und der Provinz Gelderland ab. Über den Entwurf entscheiden die drei Parteien gemeinsam. „Die Kollegen helfen uns, in den Niederlanden ein Verkehrsproblem auf deutscher Seite zu lösen. Wir sind dort Gäste und können nicht machen, was wir wollen“, so die Projektleiterin. Über den genauen Verlauf der Umgehung wurde noch keine Entscheidung getroffen. Fest steht bisher der grobe Verlauf der Ortsumgehung und dass diese in Winterswijk über einen fünfachsigen Kreisverkehr an die bereits bestehenden Straßen wie den Kottenseweg angebunden werden soll.

Die bisherigen Planungen werden zurzeit überarbeitet. Straßen NRW hat nach der Veröffentlichung des Plans Einwände Stellungnahmen und Erörterungen seitens der Bürger eingeholt. „Daraus haben sich Planänderungen ergeben“, sagt Schulze-Spüntrup. Ein Beispiel ist die Verlegung von Regenrückhaltebecken, um landwirtschaftliche Flächen zu schonen. An anderer Stelle wurden geplante Versickerungs- in Regenrückhaltebecken umgewandelt, damit der Grundwasserpegel nicht so stark steigt. Mit einem sogenannten Deckblattverfahren werden die geänderten Planungen jetzt veröffentlicht. „Auch dazu können sich alle wieder äußern“, so die Projektleiterin. Nach gesetzlicher Vorschrift haben sie dafür zwei Wochen Zeit. Auch die Gemeinde Winterswijk und die Provinz Gelderland planen um. „Die Verkehrsführung könnte gegebenenfalls geändert werden“, sagt Schulze-Spüntrup.

Wie unsere Zeitung berichtete, hat die Gemeinde Winterswijk das Gebäude des ehemaligen Bordells „Cottonclub“ gekauft. Eine im Nachbarland angedachte Möglichkeit könnte es sein, auf dem Grundstück des Gebäudes den geplanten Kreisverkehr zu errichten. Im Vergleich zu den ersten Planungen würde dies eine Verschiebung des Kreisverkehrs nach Osten bedeuten. Bisher sei das aber laut der Projektleiterin von Straßen NRW Spekulation. Der Landesbetrieb warte ab, welche Pläne die niederländischen Kollegen vorlegen. „Dann entscheiden wir gemeinsam“, heißt es. Die Entscheidung – und damit der Planfeststellungsbeschluss – solle allerdings möglichst bald fallen. „Beide Seiten arbeiten mit Druck“, so Schulze-Spüntrup.

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