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Rettungskarte sollte im Auto immer griffbereit sein

Feuerwehr appelliert

Diese farbig markierten Blätter können über Leben und Tod entscheiden: Rettungskarten. Sie beschreiben, wo die Feuerwehr bei einem Unfall den Wagen aufschneiden muss, um die Insassen herauszuholen. Jeder sollte eine im Auto liegen haben.

SÜDLOHN/OEDING

von Von Dominique Snjka

, 18.06.2012
Rettungskarte sollte im Auto immer griffbereit sein

In den Händen hält Leo Schrote eine Rettungskarte. Sie zeigt, an welcher Stelle die Rettungskäfte das Fahrzeug bei einem Unfall aufschneiden müssen.

Die Freiwillige Feuerwehr Südlohn appelliert an Autofahrer, eine solche Karte hinter der Sonnenblende zu befestigen. „Moderne Autotechnik bietet mehr Sicherheit, erschwert aber teilweise die rasche Befreiung der Insassen“, schreibt der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) auf seiner Internetseite. „Durch vielfaches Knicken ist der Stahl oft sehr stabil“, sagt Leo Schrote, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Südlohn-Oeding. „Mit den Karten können wir sehen, an welchen Stellen gehärteter Stahl ist.

Der technische Fortschritt ist allerdings nicht nur eine Herausforderung für die Feuerwehrleute: „Da müssen auch die Hersteller mithalten und leistungsfähigere Schneid- und Quetschgeräte entwickeln.“ Mit diesen Werkzeugen könne die Feuerwehrleute die Karosserie öffnen. Für alle sicherer Wer eine Rettungskarte im Auto hat, erleichtert den Rettungskräften nicht nur die Arbeit, sondern macht sie auch sicherer: „Es ist für uns auch wichtig zu wissen, wo die Gaskartuschen für den Airbag und die Wiederaufrolltechnik der Gurte sind“, erzählt Schrote. Oder etwa die Batterien, damit sich die Feuerwehrleute selbst nicht verletzen. Zwar lernten die Aktiven bei Lehrgängen zu technischer Hilfeleistung auch etwas über die Fahrzeugtypen – alle Details kennen sie deswegen nicht.

Der ADAC fordert, Rettungskarten für Neufahrzeuge zur Pflicht zu machen. Wer eine hat, kennzeichnet das durch einen Aufkleber auf der Windschutzscheibe: „Die zu knacken, um an die Rettungskarte zu kommen, ist für uns das kleinste Problem“, so Schrote. „Wenn keine Karte da ist, gehen wir natürlich nicht zehn Minuten in Ruhestellung, sonden gehen mit unserem Erfahrungsschatz da sorgsam dran.“ Aber, sagt Schrote: „Sie erhöhen die Sicherheit für beide Seiten.“

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