Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Sozial und politisch gewirkt

Südlohn Er hatte nie aufgehört, sich für die Gemeinschaft zu engagieren: Paul Schmitz war aus Kommunalpolitik und Vereinsleben nicht wegzudenken.

13.08.2008

Sozial und politisch gewirkt

<p>Paul Schmitz. Archiv</p>

Im Jahr 1985 nahm ihn seine Heimatgemeinde Südlohn in die Reihe der Ehrenbürger auf - und damit einen Mann, der bereits auf ein langes soziales und politisches Wirken blicken konnte.

Die christliche Verwurzelung hatte ihn geprägt: Bereits kurz nach dem Krieg begann Schmitz - Jahrgang 1920 -, sich in der Katholischen Arbeitnehmerschaft zu engagieren. 1952 berief ihn die KAB zu ihrem hauptamtlichen Sekretär; 1973 rückte er auf zum Diözesanvorsitzenden im Bistum, war ab 1975 stellvertretendes Mitglied der KAB Westdeutschland und Vorstandsmitglied im Bundesverband. 1990 übernahm Schmitz den Vorsitz der Alten- und Rentnergemeinschaft der KAB im Bistum Münster.

Früh begann Paul Schmitz auch, sich politische zu engagieren. Dabei war er zunächst auf kommunaler Ebene aktiv, der er sich stets besonders verpflichtet gefühlt hat. Von 1952 bis 1969 gehörte der Christdemokrat dem Rat der Gemeinde an, später auch der CDU-Fraktion im Rat der neuen Gemeinde Südlohn, von 1956 bis 1964 der Amtsvertretung Stadtlohn. Insbesondere als Mitglied des Bau- und Planungsausschusses hat er von 1976 bis 1984 die Entwicklung seiner Heimatgemeinde mitgestaltet. Aber auch beim Zusammenschluss von Südlohn und Oeding oder als Mitglied des Krankenhaus-Kuratoriums des Henrikus-Hospitals setzte sich ein, war auch als CDU-Ortsverbandsvorsitzender aktiv. Politische Gestaltungsakzente konnte Schmitz auch viele Jahre im Kreistag setzen.

1966 zog er erstmals als Abgeordneter in den Düsseldorfer Landtag ein, dem er fast 20 Jahre angehörte. Dort wirkte er fünf Jahre lang als Vorsitzender des Ausschusses für Städtebau. Zahlreiche Ehrungen zeugen vom großen Engagement: das Bundesverdienstkreuz I. Klasse, das Große Bundesverdienstkreuz und die Ehrenplakette des Kreises Borken und der Verdienstorden des Landes NRW. Stets fühlte er sich seinem Heimatort verbunden, war seit 1991 Vorsitzender des Heimatvereins. Er starb 1993 im Alter von 73 Jahren.

Lesen Sie jetzt