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Streit ums Anleinen - Jagdpächter verurteilt

Amtsgericht

SÜDLOHN Sie begegneten sich nicht zum ersten Mal - und das Aufeinandertreffen fiel wenig positiv aus. Im Gegenteil: Vor den Schranken des Borkener Amtsgerichts sahen sich ein 81-jähriger Jagdpächter aus Borken und eine Südlohner Hundehalterin wieder.

von Von Thorsten Ohm

, 18.08.2010
Streit ums Anleinen - Jagdpächter verurteilt

Zwischen den beiden war es auf einem Wirtschaftsweg in Südlohn zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen, die schließlich eskalierte und dem Borkener den Vorwurf der Nötigung einbrachte.

Der Hund der Südlohnerin war der Auslöser: Mit diesem ging die Frau spazieren - und hatte ihn frei laufen lassen. Der Jagdpächter forderte sie auf, den Vierbeiner an die Leine zu nehmen. Schon früher hatte es aus dem selben Anlass einigen Ärger gegeben. Das hatte im vergangenen Jahr zu einer Anzeige geführt. Das Verfahren war allerdings eingestellt worden.Gedroht, Hund zu erschießen

Der Jagdpächter, so der Vorwurf, sei die Frau bei ihrer erneuten Begegnung verbal angegangen - diese habe sich in der Folge geweigert, ihr Tier anzuleinen. Der Mann habe ihr daraufhin gedroht, den Hund zu erschießen oder zu überfahren. Aus Angst um das Leben ihres Hundes habe sie das Tier auf den Arm genommen. Der 81-Jährige sei ihr mit seinem Wagen gefolgt. Nach einiger Zeit habe die Frau das Tier wieder heruntergelassen - in dieser Situation habe der Borkener Gas gegeben und sei mit dem Auto auf den Hund zu gefahren. Die Frau sei schützend dazwischen gesprungen, wonach der Jagdpächter noch weiter mit ihr gestritten habe.Angeklagter stritt alles ab

Der jedoch stritt diese Darstellung des Hergangs vor Gericht ab. Er betonte, sich dem Hund mit dem Wagen keinesfalls in Tötungsabsicht genähert zu haben - so etwas würde er nie machen, erklärte er. Es sei ihm lediglich darum gegangen, die Frau zum Anleinen des Hundes zu veranlassen. Zudem habe er nur auf das Recht des Jägers hingewiesen, einen frei herumlaufenden Hund erschießen zu dürfen.

Dem Gericht erschien die Darstellung der Zeugin glaubhafter: Es verurteilte den Borkener zu einer Geldstrafe in Höhe von 30 Tagessätzen von je 40 Euro. Der Mann legte umgehend Berufung ein.

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