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Suppen eignen sich für Anfänger besonders gut

München/Bonn (dpa/tmn) Suppen sind für viele Menschen nur eine Vorspeise vor dem eigentlichen Gericht. Doch das muss nicht so sein. Gerade für Anfänger sind Suppen ideale Einstiegsgerichte, die sich durchaus auch als vollwertige Mahlzeit eignen.

«Außerdem sind sie unheimlich schnell zuzubereiten», sagt Kochbuchautorin Margit Proebst aus München. Der Sprecher des Deutschen Suppeninstituts, Dirk Radermacher, aus Bonn fügt hinzu: «Mit Suppen kann man sehr gut experimentieren und seine Kochkünste ausprobieren.»

«Das Schöne an Suppen ist, dass sie einem fast alles verzeihen», sagt Radermacher. Man könne sie nicht richtig verwürzen. «Wenn es einmal doch passiert, kann man etwas Sahne hinzugeben - und alles ist wieder in Ordnung.» Ist sie zu dick geraten, gebe man etwa Wasser dazu; gerate sie zu dünn, koche man sie einfach ein. Nur mit dem Salzen sollte man vorsichtig sein: «Das erste Würzen sollte sparsam dosiert sein, da Gewürze, Fleisch und Gemüse Salzteilchen enthalten, die sich beim Garvorgang entfalten», erklärt der Koch Dieter Nothnagel aus Neuenhagen bei Berlin.

Ein weiterer Vorteil von Suppen ist, dass Anfänger selbst mit einem schlichten Rezept dem eigenen Magen und dem anderer Gäste imponieren können. «Die Zahl der Variationsmöglichkeiten ist enorm», sagt Radermacher. «Man kann praktisch alles in einer Suppe kochen.»

Gewisse Regeln müssen dennoch beachtet werden. «Man kann nicht alle Zutaten auf einmal in den Topf kippen, weil sie sonst teilweise verkochen», so Radermacher. Rohe Kartoffeln beispielsweise müssen vor den Möhren ins köchelnde Wasser kommen. Fleisch dagegen sollte je nach Bedarf zuerst kurz angebraten werden.

«Außerdem ist eine gekörnte Gemüsebrühe wichtig», sagt Autorin Proebst. «Da sollte man auf eine gute Qualität achten - das ist die halbe Miete.» Immerhin könne dies die Grundlage für viele Suppen sein. Salz und Pfeffer seien ebenfalls unentbehrlich. «Auch Gewürze wie Thymian oder Muskatnuss sowie frische Kräuter wie Basilikum oder Petersilie sollte man immer parat haben.»

Dabei muss man jedoch die unterschiedlichen Kochzeiten beachten: Lorbeerblätter beispielsweise müssen mit den anderen Zutaten mitkochen und ihr Aroma entfalten - und dann wieder entfernt werden. Schnittlauch oder Petersilie hingegen sollten erst kurz vor dem Servieren über die Suppe gestreut werden, weil sie sonst zerkochen.

Dabei sind Suppen allerdings nicht gleich Suppen: «Man kann zwischen kalten, klaren und Cremesuppen unterscheiden», sagt Proebst. Kalte Suppen wie Gazpacho aus Spanien seien gerade im Sommer sehr beliebt. Der Vorteil klarer Suppen ist hingegen, dass man für sie fertige Brühen oder Fonds aus dem Glas verwenden kann. Für Cremesuppen sind ein Pürierstab und ein eher hoher, als breiter Topf die wichtigsten Utensilien. Je nach Geschmack werden zum Beispiel Erbsen, Kürbis oder Zucchini gekocht, gewürzt und püriert.

«Da das aber meist relativ langweilig aussieht, sind Toppings eine schöne Möglichkeit, Suppen aller Art optisch etwas aufzupeppen», sagt Proebst. Croutons und geröstete Pinien- oder Kürbiskerne seien beliebte Variationen. «Man kann aber auch Pesto aus dem Glas nehmen, mit Brühe verlängern und dekorative Linien in die Suppenoberfläche ziehen. Das macht auch bei erfahrenen Kochgästen Eindruck.»

Internet: www.suppeninstitut.de

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