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THW Kiel in Champions-League-Form - Dämpfer für Berlin

Kiel. Mit einem Erfolg gegen die Füchse Berlin bringt sich der THW Kiel in Form für das Champions-League-Viertelfinale. Dort wartet nun der Titelverteidiger. Die Füchse dagegen treten ihre Europapokal-Reise nach dem Bundesliga-Dämpfer mit gemischten Gefühlen an.

THW Kiel in Champions-League-Form - Dämpfer für Berlin

Andy Schmid (M) von den Rhein-Neckar Löwen setzt sich gegen die Hannoveraner Abwehr durch. Foto: Hauke-Christian Dittrich

Das Timing könnte kaum besser sein. In der entscheidenden Saisonphase ist der THW Kiel auf dem besten Weg zurück zu alter Stärke. Dank des beeindruckenden 25:20-Erfolgs gegen die Füchse Berlin bleibt die Qualifikation für den Europapokal für den Handball-Rekordmeister in Reichweite.

„Sehr zufrieden“ sei er, sagte THW-Trainer Alfred Gislason nach dem fünften Bundesliga-Sieg in Serie. „Wir haben die Tendenz beibehalten, die in den vergangenen Wochen nach oben zeigte.“ Genau zur rechten Zeit. Denn am Sonntag (17 Uhr) erwartet die Kieler eines der wohl bedeutendsten Spiele in ihrer wechselhaften Saison.

Im Viertelfinale der Champions League trifft der THW dann auf Titelverteidiger Vardar Skopje. Angesichts der enttäuschenden Hinserie in der Liga hätten die meisten Experten den Kielern noch vor wenigen Wochen wohl nur geringe Chancen auf ein Weiterkommen eingeräumt. Jetzt aber dürfte der mazedonische Spitzenclub gewarnt sein. „Die Halle muss am Sonntag vom Warmmachen an kochen“, fordert Kiels Sportlicher Leiter Viktor Szilagyi. Torhüter Niklas Landin äußert sogar Kleidungswünsche an die eigenen Anhänger: „Die weiße Wand war heute schon eindrucksvoll“, sagte der Däne nach dem Sieg gegen Berlin. „Sonntag gegen Vardar brauchen wir sie noch weißer!“

Auch die Berliner blickten schnell auf das Wochenende - mit ganz anderen Gefühlen. Nach der Niederlage in Kiel sind auch ihre letzten leisen Hoffnungen auf die erste Bundesliga-Meisterschaft der Vereinsgeschichte dahin. Denn nach ihrem 26:23-Erfolg im Topspiel bei der TSV Hannover-Burgdorf zogen die Rhein-Neckar Löwen an der Tabellenspitze noch weiter davon. Der Fokus der Füchse gilt dagegen nun dem im Vergleich zur Champions League eine Stufe tieferen EHF-Pokal.

Die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic steht dort ebenfalls im Viertelfinale und muss am Samstag (19 Uhr) im Hinspiel bei RK Nexe Nasice in Kroatien antreten. „Wir müssen nach vorne schauen“, sagte Sportkoordinator Volker Zerbe. Das fiel einigen Berlinern allerdings schwer. Denn neben der Niederlage trübte auch noch die möglicherweise schwere Knieverletzung von Matthias Zachrisson die Stimmung. „Das ist wirklich ganz bitter für uns, dass unser nächster Spieler kaputt ist“, meinte Torhüter Silvio Heinevetter.

Unabhängig von der Schwere der Verletzung des Schweden gehen die Füchse als Favorit in die Viertelfinal-Spiele. Ebenso wie Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen, der am Sonntag (17 Uhr) beim französischen Vertreter Chambery Savoie ebenfalls ins Viertelfinale startet. Das Finalturnier in Magdeburg könnte somit wie schon im Vorjahr zu einem Treffpunkt der drei Bundesliga-Clubs werden. Der SC Magdeburg ist als Gastgeber bereits für das Final Four am Pfingstwochenende qualifiziert. Göppingen und Berlin hätten nichts dagegen, dem SCM zu folgen.

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