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"Talenten eine Bühne bieten"

INNENSTADT Seit drei Jahren bietet die Kleinkunst-Reihe "ArtOrt" jeden zweiten Sonntag im Monat zur besten Tatort-Zeit in der WerkStadt einen bunten Mix von drei noch nicht so bekannten Künstlern. Dietmar Bock sprach mit der Initiatorin und Gastgeberin Birgit Wessel.

von Von Dietmar Bock

, 02.10.2007
"Talenten eine Bühne bieten"

<p>Sorgt für spannenden Mix: ArtOrt-Täterin Birgit Wessel. Bock</p>

Frau Wessel, die ArtOrt-Reihe wird in diesem Monat drei Jahre alt. Wie sind Sie auf die Idee gekommen? Wessel: Gemeinsam mit Stefan Ludwig habe ich überlegt, wie man die damals kaum genutzte Studiobühne mit neuem Leben füllen könnte. Von früheren Veranstaltungen mit den Missfits, Frank Goosen und Dieter Nuhr wusste ich um die unheimlich gute Atmosphäre. Und da im Jahr 2004 Mix-Shows zunehmend aufkamen, haben wir das auch gemacht.

Sie selbst aber machen Theater. Ihre Steckbrief in Kürze sieht wie folgt aus? Wessel: Ursprünglich bin ich gelernte Bewegungstherapeutin, kam mit 18 Jahren in die WerkStadt und habe hier einige Jahre gejobbt. Dann bildete ich mich zur Theaterpädagogin weiter und war in fast ganz Deutschland unterwegs. Zwei Jahre lang spielte ich Tourneetheater, schrieb eigene Stücke und inszenierte diese. Zudem führe ich Theaterprojekte wie derzeit "Zeitreise" durch und leite im Rahmen des Landesprojektes "Kultur und Schule" eine Theater-AG an der Baederschule.

Sie bieten also jungen Talenten eine Bühne ... Wessel: ... obwohl es schwer ist, ein Publikum für noch unbekannte Künstler zu ge-winnen. Aus diesem Grund treten beim ArtOrt immer drei Akteure bzw. Gruppen auf, da ist dann für jeden Zuschauer etwas dabei.

Das finanzielle Risiko für diesen Talentmix tragen Sie alleine? Wessel: Ja. Anfangs haben wir nur um Spenden gebeten, da gingen die Künstler noch mit 25 Euro nach Hause. Seit einem Jahr gibt es feste Eintrittspreise, die vom Publikum auch akzeptiert werden. Doch ohne unsere Sponsoren Sparkasse, Stadtwerke, Ratskeller und Versatel sowie der WerkStadt würde es sich nicht rechnen, auch wenn ich die Plakate, Fleyer und sonstige Werbung selbst entwerfe und verteile.

Gelohnt hat sich die Arbeit aber schon. Immerhin traten bei Ihnen bereits Künstler auf, die nun einen Namen haben und im Fernsehen zu sehen sind. Die namhaftesten Künstler sind? Wessel: Christian Hirdes erhielt schon viele Preise und ist im TV ebenso präsent wie der Wittener Magier Erasmus Stein. Aber auch der Deutsche Zauber-Meister Matthias Rauch, Jule Volmer, Luna und Latüchte sowie Kelvins Musikpolizei, der bei der Premiere dabei war, sind überregional bekannt.

Wie kommen Sie an diese Talente? Wessel: Ich telefoniere im Freundes- und Bekanntenkreis, besuche selbst viele Kleinkunst-Mix-Shows und nehme auch gerne Empfehlungen von Kollegen an. Ferner spricht es sich in der Szene herum, dass hier in Witten eine tolle Atmosphäre herrscht und das Publikum bestens mitgeht. Da kommen dann auch Künstler zum Beispiel aus Stuttgart und - wie zuletzt - Frank Sauer aus Freiburg sehr gerne.