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Tate Modern zeigt umfassende Modigliani-Schau

London. Eine große Traurigkeit, Verletzlichkeit und Melancholie strahlen die Werke von Amedeo Modigliani aus. In der Londoner Ausstellung werden auch seine eher selten gezeigten Skulpturen zu sehen sein.

Tate Modern zeigt umfassende Modigliani-Schau

Akte von Amedeo Modigliani. Foto: Stephen Chung/London News Pictures via ZUMA

Die sinnlichen Akte, Skulpturen und Porträts des italienischen Malers und Bildhauers Amedeo Modigliani (1884-1920) sind Thema einer neuen Ausstellung in der Tate Modern in London.

Die Tate hat dazu in einer der bisher größten Ausstellungen über den Künstler rund 100 Werke von 70 öffentlichen und privaten Leihgebern zusammengetragen.

Die Schau bietet nach den Worten von Tate-Direktorin Frances Morris die Chance der Neubewertung eines der „in der Geschichte verlorenen“ größten Künstler des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung „Modigliani“ läuft vom 23. November bis zum 2. April 2018.

Präsentiert wird das Werk Modiglianis nach seiner Ankunft in Paris 1906, wo er unter anderem von der Kunst von Paul Cézanne, Henri de Toulouse-Lautrec, Pablo Picasso und Kees van Dongen inspiriert wurde. Deutlich wird herausgestellt, dass der Italiener erst durch seine vorübergehende Beschäftigung mit der Bildhauerkunst seinen eigenen, markanten Stil in der Malerei fand. „Die länglichen ovalen Gesichter mit den Schwanenhälsen und Mandelaugen tauchten danach bald in seinen Gemälden auf“, heißt es in der Tate.

Die Galerie präsentiert neun der insgesamt 28 von Modigliani geschaffenen Plastiken von Frauenköpfen eindrucksvoll in einem gesonderten Raum. Als seltenes Highlight werden zwölf Aktgemälde des Künstlers zusammengeführt. Die seinerzeit wegen der gezeigten Schamhaare als skandalös verschrienen Werke reflektieren nach Angaben der Tate die sich verändernde gesellschaftliche Rolle der Frau zur Zeit des Ersten  Weltkriegs zu mehr Unabhängigkeit und Akzeptanz. Modigliani starb 1920 mit nur 35 Jahren.

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