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"Hogesa"-Anhänger festgenommen

Tausende demonstrieren in Essen gegen Rassismus

Essen Mehrere Tausend Menschen haben am Sonntag in Essen unter dem Mottop "No Hogesa" gegen Rassismus und Rechtsradikalismus demonstriert. Obwohl die Demonstration "Hooligans gegen Salafisten" vorher verboten worden war, hat die Polizei etwa 100 Hogesa-Anhänger festgehalten. Es gab 15 Festnahmen.

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Tausende Menschen setzten am Sonntag in Essen ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtsradikalismus.

Eine Fahne des Bündnisses "Essen stellt sich quer".

Mehrere tausend Menschen haben am Sonntag bei einer Kundgebung des Essener Bündnisses in der Ruhrgebietsstadt friedlich demonstriert. Damit sei ein „deutliches Zeichen für Toleranz und Menschlichkeit“ gesetzt worden, sagte die Essener Polizeipräsidentin Stephania Fischer-Weinsziehr laut einer Mitteilung. Die Polizeipräsidentin habe selbst an der Demonstration teilgenommen, hieß es.

Haftbefehl

Nach Angaben der Polizei waren bereits im Vorfeld der Kundgebung über 100 mutmaßliche Teilnehmer einer zuvor verbotenen islamfeindlichen Demonstration „Hooligans gegen Salafisten“ überprüft worden. In 88 Fällen seien Platzverweise ausgesprochen worden. 15 Männer seien in Gewahrsam genommen worden. Gegen einen weiteren Mann habe ein Haftbefehl vorgelegen.

Bei den Überprüfungen sei neben geringen Mengen an Drogen auch eine Schreckschusspistole samt Magazin gefunden worden. Daneben seien ein mit Quarzsand gefüllter Handschuh sowie ein Baseballschläger sichergestellt worden. Die Essener Polizei war am Sonntag mit einem größeren Aufgebot in der Innenstadt präsent.

Familien mit Kindern unter den Demonstranten

Der Demonstrationszug des Bündnisses „Essen stellt sich quer“ hatte unter dem Motto „No Hogesa“ gegen Rassismus und Rechtsradikalismus gestanden. Die Teilnehmer, unter denen sich auch viele Familien mit kleinen Kindern befanden, trugen Schilder mit Aufschriften wie „Es ist genug für alle da“ oder „Flüchtlinge als Freunde willkommen“ mit sich.

Auch in der kommenden Woche wollen wieder viele Menschen gegen rechts auf die Straße gehen. Im Fahrwasser der islamfeindlichen Pegida-Bewegung sind auch wieder Demonstrationen in Nordrhein-Westfalen angemeldet. 

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Tausende Menschen setzten am Sonntag in Essen ein Zeichen gegen Rassismus und Rechtsradikalismus.

Eine Fahne des Bündnisses "Essen stellt sich quer".

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