Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Tausende von Autobesitzern aus Slowenien klagen gegen VW

Braunschweig/Ljubljana. Tausende Besitzer manipulierter Dieselautos aus Slowenien haben über die Internetplattform myright.de eine Schadenersatzklage gegen Volkswagen eingereicht.

Tausende von Autobesitzern aus Slowenien klagen gegen VW

Viele VW-Kunden mit einem manipulierten Diesel klagen gegen Händler oder den Hersteller. Foto: Patrick Pleul

Die Klage sei bei Gericht eingegangen, sagte eine Sprecherin des Landgerichts Braunschweig. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet - demnach liegt der Streitwert laut der US-Anwaltskanzlei Hausfeld bei rund 48 Millionen Euro.

Ende des vergangenen Jahres hatte der Rechtsdienstleister myright.de bereits Klagen von rund 15.000 Kunden aus Deutschland eingereicht. Wenig später folgten die Forderungen von rund 2000 Schweizer Kunden.

Hinter der neuen Klage stehen laut dem Bericht mehr als 6000 Käufer von Dieselfahrzeugen des Volkswagen-Konzerns in Slowenien. Nach Angaben der Sprecherin wurden seit 2015 allein am Landgericht Braunschweig 1225 Klagen verärgerter VW-Kunden eingereicht. Bislang gebe es 367 Urteile, insgesamt 390 Verfahren seien erledigt. Überwiegend seien die Urteile zugunsten von Volkswagen ausgefallen.

Viele VW-Kunden mit einem manipulierten Diesel klagen gegen Händler oder den Hersteller. Hausfeld hatte den Autobauer aufgefordert, in Deutschland zugelassene Wagen mit Betrugs-Software zurückzunehmen. Nach jüngsten Angaben aus mit den Vorgängen vertrauten Kreisen liegen in Deutschland bisher etwa 2500 Urteile vor, davon endeten rund 70 Prozent mit einer Klageabweisung zugunsten von VW. Insgesamt gibt es etwa 2,25 Millionen Autos in Deutschland, die nur im Testbetrieb die Abgasreinigung voll aktivierten. Weltweit geht es in dem im September 2015 aufgeflogenen Abgasskandal um rund 11 Millionen Autos.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Ex-VW-Konzernchef Winterkorn verlängert Verjährungsverzicht

Wolfsburg. Martin Winterkorn ist durch „Dieselgate“ tief gefallen: Ermittlungen in Deutschland wie in den USA, sogar ein Haftbefehl der Amerikaner liegt vor. Und was ist mit eventuellen Schadenersatz-Ansprüchen?mehr...

Wirtschaft

Netzagentur: Kein Grund für Annahme steigender Strompreise

Bonn. Wie sich der Strompreis entwickelt, hängt von vielen Faktoren ab. Netzentgelte und Öko-Umlage dürften aber kein Grund für einen kurzfristigen Anstieg sein, meint der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann.mehr...

Wirtschaft

Bericht: Postbank schließt bis Ende 2018 über 100 Filialen

Berlin. Die Postbank will bis Ende 2018 etwa jede zehnte ihrer rund 1000 Filialen schließen. „Am Ende werden es deutlich über 100 in diesem Jahr sein“, zitierte die „Bild am Sonntag“ Postbank-Vorstandsmitglied Susanne Klöß.mehr...

Wirtschaft

Heizöl teurer - nur Gaskunden profitieren vom milden Winter

Hamburg. Nach dem Winter gibt es bei den Verbrauchern Gewinner und Verlierer: Wer mit Gas heizt, kann sich auf eine Rückerstattung freuen. Mieter und Eigentümer mit Ölheizung schauen dagegen in die Röhre.mehr...

Wirtschaft

VDA erwartet keine flächendeckenden Diesel-Fahrverbote

Berlin. Die Autoindustrie geht weiter davon aus, dass es keine flächendeckenden Fahrverbote für Diesel in deutschen Städten geben wird. Der VDA verweist auf die Urteilsbegründung des Bundesverwaltungsgerichts und bereits eingeleitete Maßnahmen für eine sauberere Luft in den Städten.mehr...

Wirtschaft

Deutsche sind Europameister im Mülltrennen

Hamburg. Nirgendwo in Europa wird so viel Müll wiederverwertet wie in Deutschland: Im Durchschnitt führt jeder Deutsche jährlich rund 415 Kilogramm Wertstoffe dem Recycling zu, zeigt eine Auswertung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO und des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI).mehr...