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Taxifahrer missbraucht geistig behinderte Frauen: Bewährung

Düsseldorf. Seinen Auftrag, geistig behinderte Frauen an ihren Arbeitsplatz zu bringen, hat ein Taxifahrer bei Düsseldorf zu sexuellen Übergriffen genutzt. Am Dienstag wurde er dafür verurteilt.

Taxifahrer missbraucht geistig behinderte Frauen: Bewährung

Das Land- und Amtsgericht in Düsseldorf. Foto: Jan-Philipp Strobel/Archiv

Für den sexuellen Missbrauch von zwei geistig behinderten Fahrgästen ist ein Taxifahrer in Düsseldorf zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der 63-Jährige habe sich „in perfider Weise“ über einen längeren Zeitraum an den beiden Frauen vergangen, sagte der Amtsrichter am Dienstag bei der Urteilsbegründung. Dem Urteil war ein „Deal“ vorangegangen: Im Gegenzug für das umfassende Geständnis des 63-Jährigen, das den Opfern eine weitere „peinliche Vernehmung“ ersparte, hatte das Gericht ihm eine Bewährungsstrafe in Aussicht gestellt.

Außerdem muss der Frührentner, dessen Rente durch Grundsicherung aufgestockt wird, 900 Euro an eine soziale Einrichtung zahlen. Der Fahrer soll beim Transport der etwa 30 Jahre alten Frauen in einem Kleinbus diesen mehrfach an Busen, Oberschenkel und in den Schritt gegriffen haben. Einmal habe er eine Frau auch dazu gebracht, sein Geschlechtsteil anzufassen. Das Opfer habe sich zwar geekelt, sei aber der Aufforderung gefolgt, berichtete die Staatsanwältin.

Obwohl eine der Frauen die Hand des Fahrers weggeschlagen und sich demonstrativ von ihm weggesetzt habe, sei es zu mindestens einem weiteren Übergriff gekommen.

Der 63-Jährige aus Wülfrath bei Düsseldorf war jahrelang für die Fahrten der behinderten Frauen zu ihrer Arbeitsstelle von Ratingen nach Mettmann zuständig. Eines der Opfer hatte sich schließlich mit ihrer Betreuerin an die Polizei gewandt und Anzeige erstattet.

Vor Gericht hatte sich der Mann entschuldigt und um Verzeihung gebeten. Er habe sich von den Frauen angezogen gefühlt und zu den Taten verleiten lassen, erklärte der Verteidiger. Im Zuge des Strafverfahrens hatte er seinen Job verloren.

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