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Technik im Wanderrucksack

Service

Was zum Wandern in den Rucksack gehört, weiß doch jeder – oder auch nicht mehr, seit es immer mehr technische Helfer gibt, die nicht nur den Weg weisen. Diese Ausrüstung empfehlen Wanderexperten.

16.03.2018
Technik im Wanderrucksack

Zum Themendienst-Bericht von Dirk Averesch vom 27. April 2017: Endlose Weiten: Auch beim Wandern kann man sich mit dem richtigen technischen Gerät das Leben erleichtern. (ACHTUNG - HANDOUT - Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollständiger Nennung des nachfolgenden Credits.) Foto: Hans Herbig/DAV/dpa-tmn © dpa-tmn

Eine mobile Spielkonsole würde wohl kaum ein Wanderer ernsthaft einpacken wollen. Auch dass man einen Föhn nicht unbedingt braucht, wissen die meisten. Aber schon bei vielen anderen Geräten dürften die Meinungen, was in den Bergen oder im Wald sinnvoll und nützlich oder auch sinnlos bis hinderlich ist, recht weit auseinandergehen. Diese technische Ausrüstung empfehlen Wanderexperten – oder raten von ihr ab:

Stirnlampe: Sie leuchtet nicht nur den Weg aus, sondern dient auch als Sicherheits- oder Signallicht, etwa in Notlagen oder wenn man auf befahrenen Straßen laufen muss. „Gut eignen sich diverse LED- oder Halogen-Stirnlampen, die es teils auch wiederaufladbar per USB gibt“, sagt Wolfgang Todt, Praxistester beim „Wandermagazin“.

Mobiltelefon: „Wenn etwas passiert, kann man schnell Hilfe holen – auch für andere“, sagt Thomas Bucher vom Deutschen Alpenverein (DAV). Eine Sicherheitsgarantie ist das Telefon aber nicht. „Man muss sich bewusst sein, dass das Handynetz in den Bergen löchrig ist“, sagt er.

Rettungspunkte-App: „Es gibt mittlerweile in immer mehr Bundesländern sogenannte Rettungspunkte, die auch in den Wanderkarten verzeichnet sind“, erklärt Wolfgang Todt. Dort sei das Absetzen eines Handy-Notrufs gewährleistet und den Rettungskräften lägen Koordinaten und Anfahrtsrouten vor. Die App „Hilfe im Wald“ will beim Auffinden des nächstgelegenen Rettungspunktes helfen.

Wetter-App: „Vor allem auf ambitionierten Touren und im Gebirge sollte man auf dem Smartphone eine gute Wetter-App haben, die zuverlässig vor Unwettern warnt“, rät Todt.

GPS-Gerät: Für so einen Spezialisten sprechen etwa seine Schlag- und Wasserfestigkeit und der ausdauernde Akku. Und dann sind da noch die guten Vektorkarten, die die Hersteller dafür oft anbieten, fasst Wanderexperte Todt die Vorteile zusammen. Neben Garmin bieten etwa noch Falk oder Magellan GPS-Geräte an. Wander-Navis von Garmin „schlucken“ auch die kostenlosen Vektorkarten von OpenStreetMap (OSM), wenn diese in einem kompatiblen Format vorliegen.

Smartphone als GPS-Gerät: Wer auf diese Lösung setzt, spart sich ein Gerät im Gepäck, gibt Bucher zu bedenken. Aber das Mobiltelefon ist empfindlicher, weshalb sich eine Schutzhülle lohnen kann, und stromhungriger. Deshalb aktiviert er beim Wandern den Flugmodus, schaltet dann GPS ein und aktiviert das Display immer nur dann ganz kurz, wenn er die Karte braucht, etwa an einer Wegkreuzung: „Dann verbraucht es kaum Energie.“

Digitale Karten: Diese beherrscht niemand aus dem Stand. „Ich muss den Umgang mit dem GPS-Gerät oder der Karten-App üben“, sagt Bucher. Aber auch bei Könnern gehöre immer eine gedruckte Karte als analoges Backup ins Wandergepäck – falls die Technik streikt. Eine Alternative sind die kostenlosen OSM-Karten, die es auch in speziellen Wander-Varianten gibt, etwa auf OpenAndroMaps.org oder Openmtbmap.org. Sie lassen sich in Android-Apps wie Orux Maps oder Locus Map nutzen, für iOS gibt es etwa OsmAnd.

Touren: Im Netz finden sich viele Seiten, Plattformen und Wander-Apps von Tourismusämtern, Verlagen oder Vereinen zum Planen und Teilen von Touren. Dazu gehören etwa Outdooractive.com, GPSies.com, Wandermap.net, Komoot.de oder Alpenvereinaktiv.com. Dort lassen sich zahllose Touren meist als .gpx-Datei herunterladen und dann auf digitalen Karten einblenden. Allerdings schwankt deren Qualität, weiß Todt. Offizielle oder geprüfte Touren ließen sich bedenkenlos nutzen.

Kamera und Fernglas: Ob das Smartphone für den Schnappschuss am Gipfel, die schwere Halbformat-Spiegelreflex für Naturaufnahmen oder die Actioncam für den Klettersteig: „Das ist Geschmackssache“, sagt Bucher. Aber egal wie man seine Wanderungen dokumentieren will: Ein Plastikbeutel als Regenschutz für die Ausrüstung sollte dabei sein. „Ein Fernglas ist gut für alle, die Tiere beobachten wollen, ist aber einfach auch Mehrgewicht.“

Powerbank: „Wenn man mehrere Tage unterwegs ist, ist es sinnvoll, eine Powerbank mitzunehmen“, rät Bucher. Es gibt auch Modelle mit LED-Taschenlampe. Das Handy-Ladegerät sollte man trotzdem dabei haben. dpa

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