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Telekom: Proteste gegen Callcenter-Schließung

Berlin (dpa) ­ Der Konflikt um die Schließung von Callcentern der Deutschen Telekom spitzt sich zu: Am Freitag demonstrierten mehrere hundert Mitarbeiter des Konzerns in Berlin gegen die geplante Schließung von Standorten in 39 Städten.

Telekom: Proteste gegen Callcenter-Schließung

Mitarbeiter der Telekom protestieren in Gera gegen die geplante Schließung des Geraer Callcenters.

Der Umbau sei zutiefst unsozial und wirtschaftlich unsinnig, kritisierte DGB-Chef Michael Sommer bei der Protestaktion vor der Hauptstadtrepräsentanz der Telekom. Dies würden die Vertreter der Arbeitnehmer bei der am gleichen Tag stattfindenden Sitzung des Aufsichtsrats auch deutlich machen, sagte er.

Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di beteiligten sich rund 800 Beschäftigte an der Protestveranstaltung. Die Telekom will den Betrieb der Callcenter rentabler machen und die rund 18 000 Mitarbeiter an Standorten in 24 Städten bündeln. Betroffen ist knapp die Hälfte der Beschäftigten, darunter auch mehrere hundert Auszubildende. An den Protesten beteiligten sich Mitarbeiter unter anderem aus Potsdam, Berlin, München, Halle/Saale, Schwerin und Nordrhein-Westfalen. Auch in Gera haben rund 100 Telekom-Mitarbeiter gegen die Pläne zur Schließung des Callcenters demonstriert. Mit Pfui-Rufen, schwarzen Luftballons und Transparenten machten sie ihrem Unmut Luft.

Die Gewerkschaft will die Auseinandersetzung mit der Telekom- Führung nun verschärfen. «Die Demonstration in Berlin ist erst der Anfang», sagte ver.di-Bundesvorstand Lothar Schröder, der wie Sommer im Aufsichtsrat der Telekom sitzt. Nach der Schließungsankündigung des Vorstandes werde das Unternehmen nicht mehr zu Ruhe kommen. «Unterstützung erhalten die Mitarbeiter von der Politik und den betroffenen Städten», sagte Schröder.

Die Gewerkschaftsvertreter verwiesen darauf, dass sich das Image der Telekom durch den Umbau verschlechtern werde. «Was ich beklage ist, dass wir einst ein stolzes Unternehmen hatten, das die Vorstände zu einer Schmutzbude gemacht haben», sagte der DGB-Chef. Schröder befürchtet nun, dass die Telekom weitere Kunden verlieren könnte.

Mit dem Umbau will das Unternehmen seine Kosten um jährlich 57 Millionen Euro senken und die Struktur vereinfachen. Verbessern soll sich auch die Servicequalität, wie Telekom-Vorstand Timotheus Höttges erwartet. «Am Ende des Tages werden wir einen besseren Service für die Kunden haben.»

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