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Tempo-30-Regelung für die Herbeder Straße kommt vorerst nicht

WITTEN Mit ihrer Forderung, einen Teil der Herbeder Straße in eine Tempo-30-Zone zu verwandeln, sind Anlieger am Donnerstag im Verkehrsausschuss vorerst gescheitert. Da half es auch nichts, dass etwa zehn Anwohner gekommen waren.

23.08.2008

Sie mussten sich den Hinweis gefallen lassen, dass Zuschauer in Ausschüssen kein Rederecht haben. Das sorgte für einigen Unmut. Der Lärm von großen LKW, die über die Seestraße kommend Richtung Edelstahlwerk unterwegs sind, sowie möglichen Mautprellern, geht den Anwohnern auf die Nerven.

Zwischen der Straße In der Lake und dem Gasthaus Kesper am Fußweg zur Schleuse erhoffen sie sich durch eine Tempo-30-Zone Ruhe. Vertreter der Polizei machten jedoch im Ausschuss deutlich, dass sie derlei Lärmschutz wenig Chancen einräumen.

So eine Geschwindigkeitsbegrenzung funktioniere nur, wenn sie kontrolliert werde. Kontrollen der Polizei seien jedoch nahezu unmöglich. Die Polizei habe genug damit zu tun, die Sicherheit vor Schulen, Altenheimen und an Unfallschwerpunkten mit regelmäßigen Geschwindigkeitskontrollen zu verbessern.

CDU hätte die 30er-Zone vorher testen sollen "Ein Vorschlag der Polizei lautete schließlich, zunächst einmal mit einem Messgerät eine Woche lang zu prüfen, ob es an dieser Stelle tatsächlich so viele Überschreitungen der geltenden 50 Stundenkilometer-Beschränkung gibt", erklärte Verkehrsplaner Andreas Müller.

Mit den Stimmen von SPD und Grünen sprach der Ausschuss sich schließlich für diese Variante aus. Die CDU hätte lieber mal die 30er-Zone getestet. Das Edelstahlwerk, so Andreas Müller, sei eben ein florierendes Unternehmen und der LKW-Verkehr unvermeidlich. Auch das sei im Ausschuss deutlich geworden.

Natürlich gebe es Alternativen zum Weg der LKW über die Herbeder Straße. Aber wäre es besser, so fragt Müller, wenn sie über Husemann-, Dortmunder-, Sprockhöveler- oder Ruhrstraße andere Autobahnanschlüssen nutzen würden?