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Tennis-Damen vor Halbfinale gegen Tschechien zuversichtlich

Stuttgart. Im Fed-Cup-Halbfinale fordern die deutschen Tennis-Damen um Angelique Kerber die zuletzt so starken Tschechinnen. Es werde „spektakulär“, prognostizierte Kerber. Das Duell von Stuttgart scheint Spannung zu garantieren.

Tennis-Damen vor Halbfinale gegen Tschechien zuversichtlich

Schaut dem Fed-Cup-Halbfinale gegen Tschechien zuversichtlich entgegen: Teamchef Jens Gerlach. Foto: Sergei Grits

Auch vor Top-Favorit Tschechien ist den deutschen Tennis-Damen nicht bange. Vier Jahre nach dem verlorenen Fed-Cup-Finale von Prag wollen sich die Gastgeberinnen am Wochenende in Stuttgart die nächste Titelchance erhalten.

Der kniffligen Halbfinal-Herausforderung gegen die starken Tschechinnen ist sich die Auswahl um Angelique Kerber und Julia Görges zwar bewusst. Dennoch geht das Team voller Zuversicht in das Duell an diesem Samstag (12.00 Uhr) und Sonntag (11.00 Uhr).

„Ich bin guter Dinge, dass wir bestehen können“, sagte der neue Teamchef Jens Gerlach. „Es sind zwei Klasse-Mannschaften, die sich aus meiner Sicht auf Augenhöhe befinden.“

Für das erste Heim-Halbfinale seit 1994 verspricht Kerber ein „interessantes“ und „spektakuläres“ Tennis-Wochenende. Die tschechische Topspielerin Karolina Pliskova sieht in der Partie gar ein „vorzeitiges Finale“, das spannend bis zum letzten Ball werde.

Deutschland sehnt sich nach dem ersten Fed-Cup-Titel seit 26 Jahren. Die Tschechinnen haben den bedeutenden Nationen-Wettbewerb zuletzt dominiert - und ihn dreimal in den vergangenen vier Jahren gewonnen. 2014 mussten sich die Deutschen auswärts im Finale geschlagen geben. „Die Tschechinnen sind als Team zusammengewachsen. Nichtsdestotrotz habe ich ein genauso gutes, teamfähiges Team nominiert“, sagte der gebürtige Stuttgarter Gerlach. „Ich glaube an unsere Stärke und an unsere Mädels.“

Nach einer tristen Saison 2017, nach Selbstzweifeln und einem Trainerwechsel ist die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Kerber auf dem Weg zurück zu alter Klasse. Görges zog zuletzt in Charleston auf Sand ins Finale ein. Als Weltranglisten-Elfte ist sie derzeit deutsche Nummer eins, Kerber folgt als WTA-Zwölfte direkt dahinter.

Dennoch sind die Tschechinnen von der Papierform besser aufgestellt und haben in Pliskova (6) und der zweimaligen Wimbledonsiegerin Petra Kvitova (10) zwei Top-Ten-Spielerinnen in ihren Reihen. „Dieses Halbfinale hat keinen Favoriten“, sagte Pliskova der Deutschen Presse-Agentur. Ihr Teamchef Petr Pala meinte: „Es ist ein 50:50-Match.“ Die Tagesform werde letztendlich entscheiden, prognostizierte Gerlach.

Am Freitag wird ausgelost, wer zuerst auf dem Sand in der Porsche Arena antritt. Die Partien der früheren Weltranglisten-Ersten Kerber werden neben dem Streamingdienst DAZN auch kostenlos auf ihrer Facebook-Seite gezeigt. Dass sie und Görges die Einzel bestreiten, liegt auf der Hand. Zum Aufgebot gehören noch Tatjana Maria und Doppelspezialistin Anna-Lena Grönefeld.

Im Doppel hatten die beiden den entscheidenden Punkt zum 3:2 geholt, als Deutschland stark ersatzgeschwächt und ohne seine Stars mit einem Erstrunden-Erfolg über Vorjahresfinalist Weißrussland überraschte. Kerber und Görges hatten im Februar auf einen Einsatz verzichtet und ihre eigenen Interessen in den Vordergrund gestellt. Es war ein kniffliges Debüt unter widrigen Vorzeichen für Gerlach.

In seiner Heimat Stuttgart und im zweiten Auftritt unter seiner Verantwortung gibt der Nachfolger von Barbara Rittner nun seinen Heim-Einstand. „Da steigt die Anspannung schon mehr als bei einem Auswärtsspiel“, sagte der 44-Jährige, wertete den Heimvorteil aber auch als möglicherweise siegbringenden Faktor: „Die Zuschauer können die entscheidenden Prozente bringen.“

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