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Teppichland schließt - erneute Diskussion startet

Grundstück an der Ruhrstraße

Das Teppichland an der Ruhrstraße schließt nun doch. Nach nur einem Jahr unter seinem neuen Besitzer Depot 24 verabschiedet sich der Fachmarkt am Fluss Ende März, spätestens Mitte April, endgültig. 15 Mitarbeiter verlieren ihre Stellen. Nun gerät die Nutzung des Grundstücks wieder in die Diskussion.

INNENSTADT

von Von Susanne Linka

, 03.03.2012
Teppichland schließt - erneute Diskussion startet

Die endgültige Geschäftsaufgabe steht nun doch beim Teppichland bevor.

„Die Umsatzzahlen und die Tatsache, dass hier aufwändige Investitionen nötig wären, haben zu der Entscheidung geführt“, erklärte Betriebsleiter Rüdiger Weinandy am Freitag auf Anfrage.

Das Gelände steht schon länger im Blickpunkt der Öffentlichkeit, denn grundsätzlich verfolgen der Immobilienbesitzer, die früher dort ansässige Spatenfabrik Bredt und die Stadt dort unterschiedliche Ziele. Attraktive Freizeitangebote am Flussufer stellt sich die Stadt dort vor, während der Eigentümer eine möglichst gewinnbringender Vermarktung plant. Als der frühere Teppichland-Betreiber 2010 die Schließung angekündigt hatte, schienen dort wieder viele Möglichkeiten offen. Doch dann fand sich noch ein neuer Betreiber fürs Geschäft, der nun auch die Waffen streckt. Jetzt kommen alte Pläne erneut auf den Tisch.

Der Grundstückseigentümer hatte bereits 2009 im Umfeld des Teppichlands eine Kombination aus Gastronomie (Cafe del Sol) und Lebensmitteldiscounter (Aldi) geplant. Der Rat schob dem jedoch einen Riegel vor und verhängte eine Veränderungssperre. Jetzt kündigt Architekt Claus-Dieter Böllinghaus an, dass er bald eine neue, leicht veränderte Bauvoranfrage einreichen wird: „Aldi bleibt, nur statt dem Cafe del Sol ist jetzt Bar Celona dabei.“ Schließlich laufe die Veränderungssperre bald aus.

Gegen eine Gastronomie hat auch die Stadt nichts einzuwenden. Sie sträubt sich nur weiter gegen die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes. „Das ist Zentrumsware“, sagt Bradtke. Freizeitangebote wie ein Klettergarten oder eine Bowlingbahn seien dort neben der Gastronomie wünschenswert. Der Satzungsbeschluss, mit dem die Stadt die Nutzung für das Gelände endgültig in ihrem Sinne regeln will, soll Ende März verabschiedet werden. Gegen den Verbleib eines Verbrauchermarktes, ähnlich dem Teppichland, spreche dabei im Grunde auch nichts, betonte Bradtke. Doch möglicherweise werde der Grundstücksbesitzer gegen den Satzungsbeschluss klagen: „Ich gebe unsere stadtplanerischen Ziele aber nicht auf.“