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Terre des Femmes für schärfere Kontrollen im Rotlichtmilieu

Siegen/Berlin. Nach der Zerschlagung eines Bordell-Netzwerks haben Frauenrechtler schärfere Kontrollen im Rotlichtmilieu gefordert. Fälle von Menschenhandel könnten nur durch Überprüfungen entdeckt werden, sagte die Referentin für Frauenhandel bei der Organisation Terre des Femmes, Andrea Tivig, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

„Persönliche Ressourcen bei der Polizei sind nötig, um Menschenhandel aufzudecken. Wenn man nicht hinschaut, findet man auch nichts“, so die Expertin. Schätzungen, wie viele Opfer von Menschenhandel im Rotlichtmilieu es gibt, lägen nicht vor. Man habe keine Zahlen, wie viele Prostituierte es in Deutschland überhaupt gebe, sagte Tivig.

Am Mittwoch durchsuchten 1500 Beamte der Bundespolizei 62 Bordelle und Wohnungen in zwölf Bundesländern. Mehr als 100 Personen wurden vorläufig festgenommen und sieben Haftbefehle vollstreckt. Die Bande soll vom nordrhein-westfälischen Siegen aus vor allem Menschen aus Thailand in das bundesweite Bordell-Netzwerk geschickt haben.

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