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The Florians, C-Amateure und Derny-Rennen am Samstag

SparkassenGiro

BOCHUM Pünktlich um 16.15 Uhr ist am Samstag der Startschuss zum ersten Rennen der beiden SparkassenGiro-Tage gefallen. Die Fahrer des Amateure C-Klasse-Rennens sorgten für frischen Wind in der Bochumer City.

von Von Jens Lukas

, 07.08.2010

Immer wenn das Feld von der Viktoriastraße auf den Südring einbiegt und zum Runden-Endspurt antritt, bekommen die Zuschauer an der Sparkassenbühne eine kühle Fahrtwind-Brise um die Nase geweht. Oben auf der Bühne lockt die Ruhrgebietsband The Florians die nicht nur die eingefleischten Radrennzuschauer an. Auch Samstags-Einkaufsbummler in der Innenstand ziehen sie mit  "New York, New York", "Walking on Sunshine" und auch einigen Robbie-Williams-Songs in ihren Bann.

In Hörweite springt beim Rennkommentator der Funke über. Das C-Klasse-Rennen geht in die letzte Runde. Zu diesem Zeitpunkt ist auch Sparkassen-Chef Volker Goldmann wieder am Streckenrand. Kurz vor Beginn des ersten Rennen war er noch beim DFB-Pokal-Spiel des Frauen-Teams im VfL Bochum gegen Lok Leipzig (0:3) gesichtet worden.    

Zu Beginn des Frauen-Rennens kommen einige Tropfen vom Himmel. Aber Petrus meint es gut mit den Bochumern. Ein Regenguss bleibt aus. Damit wären auch das beliebte Derny-Rennen sowie Feuerwerk auf dem Sparkassen-Dach in trockenen Tüchern. Einen wichtigen Job haben die Streckenwächter. Die Männer mit den gelben Warnwesten sorgen dafür, dass die Radrennsportler ungehindert im Höchsttempo ihre Runden drehen können. Mit rot-weißen Flatterband halten sie auf den Straßenkreuzungen die Passanten davon ab, auf die Fahrbahn zu laufen. Wenn der Tross der Rennfahrer vorbeikommen, geben die Männer in Gelb für drei Minuten den Weg für die Passanten frei. Wie etwa an am Südring/Ecke Kortumstraße. Dort wartet zwei Dutzend Einkaufsbummler darauf, dass sie Richtung Berumuda-Dreieck stiefeln können.

20.15 Uhr - das Derny-Rennen start. Die Zuschauer stehen jetzt gar bereits in Dreier-Reihen am Straßenrand des Südrings bei Start und Ziel. Die Fahrer werden einzeln vorgestellt. Und dann geht es los.

Ein Derny ist ein leichtes Motorrad, das 1938 konstruiert wurde, um auf Teilstrecken des klassischen Radrennens Bordeaux-Paris für Schrittmacherdienste eingesetzt zu werden. Gebaut wurde es von der Firma Roger Derny (selbst ehemaliger Radrennfahrer) & Fils in Paris. 1958 wurde die Firma geschlossen, die Bezeichnung für diese leichten Motorräder aber übernommen.

Dernys haben sich seit ihrer Erfindung bis heute kaum verändert und sind so konstruiert, dass sich mit ihnen eine Geschwindigkeit von etwa maximal 80 Kilometer pro Stunde erzielen lässt. Die Motorleistung beträgt etwa sieben PS.

Hightech-Räder hinter Antik-Motorrädern Beim größten Derny-Rennen der Welt fahren die Fahrer mit ihren Hightech-Rädern 45 spannende Runden lang diesen Antik-Motorrädern hinterher  - ein  gelungener sportlicher Abschluss des ersten Giro-Tages für die Zuschauer.