Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

"The Swing Brothers" holen die 30er ins Café Froschkönig

Café Froschkönig

Auch wenn der Auftritt von „The Swing Brothers“ im kleinen charmanten Café Froschkönig in Mengede nichts mit den Großveranstaltungen der 30er Jahre gemein hat, so ist es doch die Musik, die fasziniert – damals wie heute.

MENGEDE

von Von Jennifer Riediger

, 31.05.2011
"The Swing Brothers"  holen die 30er ins Café Froschkönig

Die "Schwungbrüder" Eric Richards und Peter Sturm.

In der intimen Atmosphäre des Cafés versammelten sich die Gäste um die beiden „Swing Brothers“ Peter Sturm und Eric Richards. Selten waren sie als Besucher wohl so nah dran, erlebten ein Konzert so unverfälscht: Mikrofon und Verstärker blieben aus und so wirkte die Musik so echt, wie eigentlich nur Hausmusik es sein kann.

Mit seiner Klasse war der Auftritt allerdings weit von jedem Wohnzimmer entfernt, sondern für die große Bühne gemacht. Grandios spielte das Duo Standards der Swing Ära wie „On the Sunny Side of the Street“ oder „When You’re Smiling“.Ohne Probleme ersetzten die beiden Dortmunder eine ganze Big Band. Eric Richards flog mit seinen Händen über Klavier und Kontrabass, während Peter Sturm Gitarre, Geige, Perkussion und – besonders beeindruckend – Mundtrompete spielte. Auch wenn bei diesen Stücken nicht wie damals ein „Lindy Hop“ getanzt wurde, ging das kleine Publikum im „Froschkönig“ mit, klatschte, schnippte, sang.

Vom ersten Ton an hatte Peter Sturm mit seiner rauchigen Stimme alle für sich eingenommen. Die Füße wippten. Zwischen den Stücken trug Sturm die Texte der Stücke auf Deutsch vor. „Die sind nämlich so schön und raffiniert, dass es wichtig ist, sie ganz zu verstehen“, befand er. Viele Lieder sind Liebeserklärungen, die von den funkelnden Augen der Angebeteten erzählen, oder das Verlangen nach Liebe beschreiben. Romantisch ist das, aber nicht kitschig, auch dank der flotten Rhythmen, die jede Form von übertriebener Sentimentalität verhindern. Zweifellos war dieser Abend für viele Besucher ein besonderes Musikerlebnis. „Ich bin begeistert, dass die beiden mit ihren Instrumenten so viel Klang erzeugen und so mitreißen können“, sagt Hans-Ulrich Peuser. Die Mischung war auch für Besucherin Sybille perfekt: „Es war berührend, aber auch sehr humorvoll“, sagt sie.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt