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Theaterprojekt mit ehemaligen AEG-Mitarbeitern

Nürnberg (dpa) Das vom Staatstheater Nürnberg geplante Theaterprojekt mit ehemaligen Mitarbeitern des stillgelegten Nürnberger AEG-Werks nimmt Gestalt an.

Inzwischen würden im Rahmen des Projekts «ArbeitsEnde: Gestern» in zwei Schreibwerkstätten die Erlebnisse der Betroffenen gesammelt und gemeinsam mit ihnen zu Papier gebracht, teilte das Staatstheater am Montag mit.

In einer Spielwerkstatt habe Regisseurin Tina Geißinger mit der Umsetzung der Erfahrungen in Theaterszenen begonnen. Begleitet werde die Projektarbeit von zwei Dokumentarfilmerinnen. Darüber hinaus entstünden Filmporträts einzelner ehemaliger AEG-Mitarbeiter. Die Uraufführung des Stücks ist für den 24. Oktober geplant. Die Aufführungen seien der Startschuss für eine Projektwoche im Nürnberger Stadtteil Muggenhof, in dem sich das AEG-Gelände befindet.

Eine Woche lang soll der Stadtteil «wenigstens kurzzeitig zum Zentrum revolutionärer Arbeitswelten werden», betont das Staatstheater. Künstler, Regisseure, Schauspieler und Wissenschaftler definierten zusammen mit Arbeitslosen und allen, die es werden könnten, die Begriffe «Arbeit» und «Nicht-Arbeit».

Vor mehr als einem Jahr war die 1922 in Nürnberg gegründete Hausgerätefirma AEG endgültig stillgelegt worden. Anfang 2006 hatten rund 1700 Arbeiter mit einem 46-tägigen Streik vergeblich gegen die Schließung und den Verlust ihrer Arbeitsplätze gekämpft. Der schwedische Mutterkonzern Electrolux hatte zuvor die Verlagerung der Arbeitsplätze nach Polen und Italien beschlossen. Das Unternehmen hatte die Entscheidung mit geringeren Arbeitskosten begründet.

www.arbeitsendegestern.de

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