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Thema Masern-Impfung

03.07.2018
Thema Masern-Impfung

2017 waren im Kreis Unna 95 Prozent der Kinder mit Impfbuch wie empfohlen zweimal geimpft.Foto DPA © picture alliance / Patrick Seege

Masern ist eine hochansteckende Krankheit. In Köln gab es kürzlich eine Erkrankungswelle. Im Kreis Unna wurden seit 2014 zwei Fälle gemeldet, in Lünen gab es keinen. Die Kreisverwaltung führt das auf die Kampagne „Kreis Unna – besser geimpft“ zurück. Masern können schwere Folgen haben. Bei jedem zehnten Betroffenen kommt es laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu Komplikationen. Dazu zählen Lungen-, Hirnhaut- oder Mittelohrentzündung. Als Spätfolge kann sich die Hirnhautentzündung SSPE entwickeln, mit tödlichem Ausgang. Die Lüner Kinderärztin Dr. Christiane Günther-Ruppert empfiehlt daher eine Impfung, wie auch ihre Kollegin Dr. Maria Pate. Beide haben als Klinikärzte erlebt, dass Kindern an SSPE gestorben sind. Doch es gibt auch Impfkritiker. Sie wollen die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) differenzierter betrachten und sprechen sich für individuellere Regelungen aus. Es gibt in Deutschland keine Impfpflicht, allerdings eine Pflicht für Eltern, sich beraten zu lassen. Wenn sie ihr Kind in die Kita geben wollen, müssen sie darüber einen Nachweis vorlegen. Impfbefürworter sagen, wenn 95 Prozent geimpft sind, kann sich der Erreger nicht ausbreiten.

Magdalene Quiring-Lategahn

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