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Thyssenkrupp hält sich bei möglichem Börsengang bedeckt

Noch fehlt die Zustimmung der Wettbewerbshüter zur Stahlfusion von Thyssenkrupp und Tata, schon wird über einen Börsengang spekuliert. Doch die Entscheidung liegt allein bei Thyssenkrupp.

Brüssel

02.07.2018
Thyssenkrupp hält sich bei möglichem Börsengang bedeckt

Ein Stahlwerk des Industriekonzerns Tata in Port Talbot, Großbritannien. Foto: Ben Birchall

Nach dem Start des neuen Gemeinschaftsunternehmens Thyssenkrupp Tata Steel steht dem künftig zweitgrößten europäischen Stahlkonzern möglicherweise ein Börsengang bevor.

Dabei werde man die Mehrheit an dem neuen Unternehmen jedoch für mindestens sechs Jahre behalten, teilten die Essener am Montag mit. Angaben zum Zeitpunkt eines möglichen Börsengangs wurden nicht gemacht.

Thyssenkrupp und Tata sollen zunächst mit je 50 Prozent an dem fusionierten Stahlkonzern mit etwa 17 Milliarden Euro Umsatz und rund 48 000 Beschäftigten beteiligt sein. Z

udem war mit Tata vereinbart worden, dass der Essener Konzern allein über den Zeitpunkt eines möglichen Börsengangs entscheiden kann. Auch soll das Unternehmen mit 55 Prozent einen höheren Anteil vom möglichen Erlös erhalten. Hintergrund ist eine noch kurz vor dem Vertragsschluss am vergangenen Wochenende aufgeflammte Diskussion über Bewertungsunterschiede zwischen den beiden Stahlunternehmen.

Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger bezeichnete die geplante Stahlfusion mit dem Konkurrenten Tata vor der Presse in Brüssel als „historischen Meilenstein“. Vor dem Hintergrund von Überkapazitäten auf dem Stahlmarkt sei Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen besonders wichtig. Auch die neuen amerikanischen Importbeschränkungen bedrohten Arbeitsplätze in Europa.

In den kommenden Wochen werde nun voraussichtlich das Management des neuen Unternehmens seine Arbeit aufnehmen. Vorher müssten aber noch die Wettbewerbsbehörden dem Zusammenschluss zustimmen. Bis dahin würden beide Unternehmen zunächst noch getrennt am Markt auftreten.

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