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Tiere gehören nicht unter den Baum

DORSTFELD "Tiere werden zu Weihnachten nicht mehr verschenkt", weiß Jörg Fuhrmann vom Tierschutzzentrum an der Hallerey. "Heute wollen Kinder lieber eine Playstation. Und so einfach geht das ja auch nicht."

von Von Tilman Abegg

, 21.12.2007

Von den 65 Hunden, 35 Katzen und 25 Kleintieren wird kein Tier ungewollt als Überraschung mit Schleifchen auf dem Gabentisch herhalten müssen. Die Zeiten, als Eltern im Tierheim den passenden Spielgefährten für die Kleinen frei auswählen konnten, sind vorbei.

"Die Chemie muss stimmen", beschreibt Jörg Fuhrmann die ideale Mensch-Tier-Kombination. Genauer: "Hunde sind wie Menschen, sie sympathisieren nicht mit jedem. Und wer sich für einen Hund entscheidet, bindet sich oft für Jahrzehnte. Beide Seiten müssen einander mögen." Darum legen die Pfleger großen Wert darauf, jedes Tier an das passende Herrchen zu vermitteln.

Beispiel Luna: Die Mischlingshündin aus Schweizer Sennenhund und Schäferhund "ist eigentlich super loyal", sagt Fuhrmann. "Was sie aber gar nicht leiden kann, sind zum Beispiel Fremde mit einer Alkoholfahne. Da muss man sie am besten vorher ins Kommando nehmen."

Ihr neues Herrchen müsste "sehr viel Verantwortung und gute Kenntnisse mitbringen. Und ganz wichtig: viel Bauchgefühl". Denn nur, wenn man sich auch mal "blind" versteht, klappt es dauerhaft.

So wie bei Monika Reker  Seit sie hier ihre Katzen Bonnie und Luna gefunden hat, kommt sie regelmäßig vorbei, um nach den anderen zu sehen. "Ich wollte erst eine mit buntem Fell. Aber als mir die Pfleger die getigerte Bonnie zeigten, stimmte es sofort. Da haben sie ins Schwarze getroffen." Und Katzen entscheiden noch selbstständiger, wen sie mögen. "Da helfen keine Tricks, keine Erziehung", weiß Fuhrmann.

Trotzdem ist der Pfleger sicher: Früher oder später wird jedes Tier sein passendes neues Zuhause finden. So wie der Staffordshire Bullterrier, der lange niemanden fand. Bis nach sechs Jahren eine Familie kam, bei der es funkte.

Erst gar nicht auf der Suche nach einem neuen Mitbewohner ist Anja Pietsch. Sie besichtigt mit Sohn Janick (7) die Anlage: "Das Tierheim hat uns eine Tierärztin empfohlen. Es ist toll hier, wir sind extra aus Fröndenberg gekommen."

 

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